Reise blog von Travellerspoint

Abschied von OZ

Ich sitze am Flughafen Melbourne Tullamarine und sehe vor mir durch die riesigen bodentiefen Fenster ein fettes, weisses Flugzeug stehen. Das war's also.
Hm...ich sollte besser nicht so dramatisch anfangen, wo soll das denn hinfuehren.

Um das schonmal vorwegzunehmen und mein Facebook Status-Update nochmal zu wiederholen: I hate to leave Melbourne. Gestern an meinem letzten Tag war ich absolut nicht gut gelaunt und echt irgendwie traurig. Jeden Schritt, den ich auf dem Weg in die Stadt getan hab, hab ich genossen und war gleichzeitig down. Klar, ist das eigentlich falsch. Natuerlich sollte ich denken, wow, wie cool, ich hatte die allerbeste Zeit, wie toll, dass ich das hatte! Und morgen flieg ich nach Neuseeland, wie aufregend!
Aber Gefuehle sind halt schonmal schlecht mit den Kopf zu steuern. Ich hab mich an meinem letzten Tag noch einmal mit Sarah getroffen und wir haben unsere typische Routine wiederholt: Sie hat mir ein superschoenes Cafe gezeigt und wir haben uns nach draussen gesetzt, die Sonne kam sogar ein bisschen raus und ich hab einen leckeren Chai Latte getrunken. Mann, das werd ich echt alles sehr, sehr vermissen.

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Natuerlich wurde meine Zeit hier extrem von den Leuten gepraegt, die ich hier kennengelernt hab und wahrscheinlich war sie auch deswegen oder zumindest zu einem grossen Teil deswegen so toll wie sie war.
In Georgie und Sarah hab ich echte Freundinnen gefunden, die ich sehr schaetze und nicht mehr missen will. Aber auch so viele andere, wie John, Matt, Sam, Briar, Kiran, Amy etc waren einfach super. John zum Beispiel hat an meinem vorletzten Tag extra noch versucht, Leute zusammenzutrommeln auf die letzte Sekunde und so ist Matt extra von zu Hause gekommen und auch Briar kam direkt nach der Arbeit. Das Tolle war, dass es direkt alles wieder voellig normal und vertraut war. So, als gehoert das einfach alles so.

Nach dem Treffen mit Sarah bin ich nach Hause gelaufen und meine Mundwinkel haben in ihrer Bergab-Kurve Angela Merkel echte Konkurrenz gemacht. Ich konnte mir einfach nicht helfen. Aber dann dachte ich: Okay, so ist das doch scheisse. Ich kann doch hier jetzt nicht so schlechtgelaunt und traurig rumlaufen und denken, jetzt ist alles vorbei, bald gehts zurueck nach Deutschland, back to life, back to reality. Zurueck in den ganzen alten Mist (was natuerlich NICHT auf meine allertollste Familie und allertollsten Freunde da bezogen ist aber die wissen glaub ich auch, was ich meine).
Nee! Eben nicht zurueck in den alten Kram! Denn ich hatte die wahrscheinlich besten 10,5 Monate meines Lebens, hab so unglaublich viel erlebt und gesehen und so viele tolle Leute getroffen und habe so meinen Tank mehr als aufladen koennen mit positiver, neuer Energie und tollen Erlebnissen. Und das nehm ich mit nach Deutschland. Und pass ganz doll darauf auf, dass der Tank dicht bleibt und nicht ploetzlich ein Leck kriegt.

Georgie ist gestern Abend noch mit dem Auto zu meinem Hostel gekommen. Wir hatten vorher ein paar Kommunikationsprobleme, so dass wir uns nur einmal richtig gesehen hatten und ausserdem ist sie die glaub ich beschaeftigste Person, die ich kenne. Aber sie kam extra noch vorbei und als sie da war, ruft Sam ploetzlich an und sagt, er wuerde auch noch kurz vorbei kommen. Da hat der sich extra auf sein Rad geschwungen und ist von Fitzroy, was nordoestlich der Innenstadt liegt zu meinem Hostel gekommen, was so ziemlich am anderen Ende ist. Alles total spontan und ueberraschend, was so typisch fuer meine Zeit hier war und dementsprechend den Trip sehr schoen abgerundet hat.

Noch kurz zu der Zeit nach Perth:

Auf dem Flug von Perth nach Adelaide wurde ich upgegradet, juhu!!! Zwar nur auf die Sitze am Notausgang aber immerhin! Man hat mehr Beinfreiheit und normalerweise kosten die 40$ mehr. Neben mir sass ein ca. 50 Jahre alter Brite, der zunaechst gewirkt hat als sei er nervoes zu fliegen, denn normalerweise sind so Businesskerle ja die Ruhe selbst, fangen direkt an zu schlafen, zu lesen oder am Laptop zu arbeiten. Aber er schaute aus dem Fenster, kaute Kaugummi gegen Flugkrankheit oder was auch immer und fing irgendwann an zu labern. Ich war recht muede und eigentlich gar nicht so in der Stimmung aber unhoeflich wollte ich auch nicht sein.
Der Flug selbst war super, hab selten so eine nette Crew gehabt und das Flugzeug war brandneu. Leider gabs kein Essen und so wollte mir der Brite schon was ausgeben weil er gecheckt hat, dass ich ein armer Backpacker bin aber das hab ich natuerlich nicht angenommen. Waehrend des Fluges haben wir also immer mal wieder gequatscht und dann hat er mir irgendwann angeboten, mir n Lift in die Stadt zum Hostel zu geben. Ja, normalerweise natuerlich komisch aber da wir vorher ja schon laenger gequatscht hatten, hatte ich ein gutes Gefuehl und hab zugesagt, ausserdem konnte ich mir so das Geld fuer den Bus sparen.
Lustig, wie man als Alleinreisender in so ein Flugzeug einsteigt und wenn man aussteigt ploetzlich nicht mehr alleine unterwegs ist. Zumindest fuer die naechste halbe Stunde. Er hatte seine Karre im Valet Parking, wo fast nur BMWs und andere fette Karren standen und ging auf ein zugegebenermassen sehr schnittig aussehendes BMW-Cabrio zu. Ich weiss ja, wie Kerle so sind, wenn's um Autos geht, das kann man nicht ignorieren, die sind dann so stolz, da muss man schonmal sowas fallen lassen wie “nice car”. Mein erster Kommentar war allerdings: Oh Gott, passen da meine Sachen ueberhaupt rein?! Hihi.
Das Wetter war perfekt fuer offen fahren und so war der Trip in die Stadt definitiv besser als im Bus rumzuschwitzen.

Das Hostel in Adelaide war super. Es war keiner da, als ich einchecken wollte aber es gab ein Schild mit einer Nummer, die ich anrufen konnte. Der Inhaber war supernett und meinte: Siehst du das Bild an der Wand mit dem Flugzeug? Aeeeeh, ja! Daneben steht ne Tafel und da steht dein Name drauf und hinter deinem Namen deine Zimmernummer. Und hinter der Tafel findest du den Schluessel zu dem Zimmer! Achja und nen Code fuer die Tuer und fuers Internet findest du in den kleinen Plastiksaeckchen hinter dem Tresen, beug dich einfach kurz drueber und schnapp dir zwei.
Total super und unkompliziert, laesst der mich da einfach hinter dem Tresen rumfummeln. Und es wurde immer besser: Es gab Wifi for free (!!!!!!!!!!) und ich war in nem 2er Zimmer mit Schreibtisch. Das Maedel, das da drin war, checkte am naechsten Tag aus, so dass ich fuer den Rest der Zeit das Zimmer fuer mich hatte. Luxus!
Dieser gute Start hat mir Adelaide natuerlich sehr versuesst und ich bin direkt los, um den Rest abzuchecken. Okay, es gab schoene Haueser:

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Und die als cool geltende Strasse war tatsaechlich ganz nett, mit tollen Second-Hand und Krimskramslaeden und lustigen Balkonen:

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Achja und mal wieder super, die finden immer irgendwo ne Ecke, die sie zum Jugendtreff fuer Sport etc nutzen – und die dann auch genutzt werden! Denn: kids in sport stay out of court ;))

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Auch ganz suess fand ich, dass man nur einige Strassen vom Hauptzentrum entfernt schon wieder Strassen mit so kleinen suessen Haeuschen wie diesem findet:

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Doch leider musste ich schon am 2. Tag das Klischee, dass die Stadt langweilig ist, bestaetigen. Denn da ist einfach nicht viel los. Und es ist irgendwie leer! Selbst in der Innenstadt um 5 Uhr, wenn man erwartet, Massen von Leuten die Strassen langhetzen zu sehen, waren da zwar welche aber nicht viele und gehetzt sind die auch nicht. Am 3. Tag hab ich dann noch den Strandvorort abgecheckt, der toll sein sollte aber der war echt eher ein Witz.

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Und so bin ich am Tag darauf abgehauen. 12 Stunden in Bus und Zug nach Melbourne. Da denkt man, jetzt bin ich durch das ganze Land gereist und hab so grosse Distanzen zurueckgelegt, da flieg ich mal eben nach Adelaide und von da bis nach Melbourne ist es doch ein Katzensprung. Ha, nicht wirklich, sind immer noch 12 Stunden!
In Melbourne angekommen war es dunkel und nass, doch ich hatte ein Grinsen von einem Ohr zum andern auf dem Gesicht als ich aus der Bahnstation raus auf die Strasse trat. Ich war zurueck in meinem Melbourne :) Alles war direkt wieder total vertraut und ich hab mich tierisch gefreut.

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Die Woche, die ich hier verbracht hab, war sehr schoen und ich hab festgestellt, dass ich wirklich mein Herz an diese Stadt verloren hab, auch wenn ich Staedte ja eigentlich nicht mehr mag. Aber Melbourne ist wirklich was besonderes. Nicht zu hektisch und stressig, keine zu hohen, zu eng beeineinander stehenden Gebaeude und dafuer ganz viele dieser alten Haeuser, wovon bei den meisten der Glanz schon vor einiger Zeit aber auf sehr schoene Weise verblichen ist.

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Es gibt so viele unterschiedliche Vororte, die total suess sind und alle ihren eigenen Charakter haben. Und mir ist noch ein grosser Unterschied aufgefallen und damit endlich die Erklaerung dafuer, dass die immer alle davon reden, ein "Haus" zu mieten oder zu jemandes "Haus" zu gehen, waehrend wir ja immer nur von Wohnung sprechen. Denn die haben hier einfach ganz viele dieser minikleinen Einfamilienhaeuser, kaum ist man aus der Innenstadt raus. Quasi 2Z, K B aber eben als Haus. Nicht wie in Koeln, wo das Durchschnittshaus selbst in den Vororten noch mindestens 5 Mietparteien hat.
Und ich glaube, das ist einer der Hauptpunkte, warum mir die Stadt so gut gefaellt. Die Haeuser sind so suess, so alt und klein und gemuetlich, mit Geschichte und Charakter und oft auch einfach superschoen. Nicht so ein haesslicher grau-brauner-Massenmist, wie ich ihn aus Koeln kenne...

Die Sitzbaenke um mich herum in der Wartelounge im Flughafen haben sich gefuellt, der Himmel ist grau und es regnet. Eigentlich sehr passend fuer meine Stimmung aber die ist wieder ein bisschen besser, dank der neuen Sichtweise ;)

Ich kann nur wiederholen, dass die letzten 10 Monate eine einfach unbeschreibliche Zeit waren, an die ich mich mein Leben lang mit einem dicken, fetten Grinsen auf dem Gesicht und einem warmen, gluecklichen Gefuehl im Bauch erinnern werde.

Ich weiss, das hoert sich an als wuerde ich auf den Flug nach Hause warten, dabei kommt doch noch Neuseeland!
Schon - aber meine Zeit in Australien ist vorbei und das ist das Land, in dem ich die meiste Zeit verbracht hab und in dem ich angekommen bin, vor 10 Monaten, voller Aufregung, wie das wohl alles werden wuerde. Ich freu mich auf Neuseeland aber das Bewusstsein, dass es “nur” 6 Wochen sind, macht es irgendwie schwer. Denn verglichen mit 10 Monaten sind 6 Wochen so gut wie nichts und deshalb hab ich das Gefuehl, das ist jetzt so der letzte kurze Trip, quasi der Abschiedstrip. Aber mal sehen, denn ich werde mir ein Auto mieten und das wird definitiv nochmal eine Herausforderung! Und deswegen wahrscheinlich doch sehr viel aufregender als nur der letzte kleine Abschiedstrip ;))

Eingestellt von Myri Am 16:56 Kommentare (0)

Perth

Hier nur ein paar Impressionen aus Perth:

Grosse Baeume:

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Das Haus von Susi und Samara:

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Schwarze Schwaene:

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Kind mit den groessten Augen der Welt:

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Wahre Sprueche:

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Und noch ein krasses Kind ;)

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Eingestellt von Myri Am 17:03 Kommentare (0)

Die Westkueste in 3 Wochen mit 3 Fremden im Kombi - Teil I

Ich weiss, ich wiederhole mich mit den Anfaengen zu diesen Texten aber auch hier ist mir nach einem “Huihuihui” oder “Oh Gott, wo und wie fange ich an?”....in diesem Fall, weil 1. die Strecke sehr lang ist – wir sind 7000km gefahren und haben dementsprechend viel gesehen und 2. weil allein das Reisen mit einer zusammengewuerfelten Gruppe ein Buch fuellen koennte.

Ich war da schon immer ein bisschen skeptisch aber ich hatte auch nicht wirklich eine Wahl, denn die einzige organisierte Tour, die man die Westkueste runter machen kann, kostet ca. 1600$ und dauert nur 10-11 Tage und mit dem Greyhound, dem Bus, die Kueste runter zu reisen ist einfach nur Muell. Denn die Zeiten, zu denen der einen an den einzelnen Orten abholt oder rausschmeisst, sind einfach nur laecherlich. Mitten in der Nacht an nem Highway zu stehen in the middle of nowhere ist irgendwie nicht wirklich cool.
Also blieb nur eins: Leute finden und mit denen ein Auto mieten. Ich hab ne Anzeige im Internet auf einer dieser Backpackerseiten geschaltet und hab relativ schnell Anka getroffen, eine Franzoesin, die den gleichen Plan hatte. Wir haben dann zusammen weitergesucht und nach langem Hin und Her, von Campervan mieten, ueber Relocation (Ueberfuehrung von Vans, sind meistens billiger) bis hin zu Auto kaufen, sind wir im Endeffekt dabei gelandet, einen Kombi zu mieten und 2 andere ins Boot bzw Auto zu holen, um die Kosten so weit wie moeglich herunterzuschrauben.
Also mal wieder ein Casting und kurze Zeit spaeter hatten wir Carine, eine Canadierin aus Quebec und daher Franzoesisch und Ben, einen Ami an Board. Ben hat es hauptsaechlich wegen der Tatsache, dass er ordentlich Englisch spricht geschafft, denn wir alle wollten zumindest einen im Auto haben, der ein richtiger Englaender, Ami oder Australier ist. Untypisch fuer mich hab ich mich was ihn angeht, recht schnell breitschlagen und ueberzeugen lassen, denn irgendwas an ihm war komisch und ich hatte nicht wirklich das Gefuehl, einen guten Eindruck von ihm als Person zu haben. Aber gut, wer kann es sich schon leisten, waehlerisch zu sein, wenn man nur 2 Tage Zeit hat...
Kurz darauf sassen wir im Auto und es ging los. Eines der ersten Dinge, die ueber die Zeit zu einem kleinen Problem wurden, stellte sich recht schnell heraus, denn Anka fuhr staendig zu schnell. Nicht fuer die Polizei aber fuer unseren Geldbeutel. Wir hatten vorher ausgemacht, dass wir bei 80-90 km/h bleiben mussten, was uns der Typ von der Autofirma auch bestaetigt hat, wenn wir Benzin sparen wollten. Ich hatte das mit unserem Campervan von Alice Springs nach Darwin ja wirklich deutlich genug zu spueren gekriegt. So hab ich sie dann alle 20 Minuten daran erinnern muessen, was ich irgendwie doof fand. Aber gut, ansonsten lief alles gut und wir kamen am ersten Tag abends in Katherine an. Diese Strecke war ich bis dahin schon 3 mal gefahren und alles war vertraut. Lustig, wenn man in nem riesigen Land ist und durchs Outback faehrt und bei jeder Raststaette weiss, wo die Toiletten sind.

Die Naechte auf den Campingplaetzen waren eigentlich immer recht lustig wegen der Leute, die man da trifft. Oft sind es aeltere Aussis und die sind eigentlich meistens cool. Superfreundlich, immer fuer nen Chat zu haben und immer n Spruch auf'n Lippen. So fragte uns zum Beispiel eine gute angeheiterte aeltere Dame aus ihrer Toilettenkabine heraus, ob wir folder (Falter) oder scruncher (Knueller) seien, aufs Toilettenpapier bezogen. Wie selbstverstaendlich davon ausgehend, dass wir wissen, was sie meint. Ein anderes Mal hab ich mich in einem Nationalpark ewig mit nem aelteren Paar unterhalten, das seit 4 Jahren am Reisen ist im Caravan. Nur in Australien und sie werden wohl noch 2-3 Jahre brauchen, um alles gesehen zu haben. Auf einem anderen Rastplatz sind wir abends zu spaet angekommen und es war schon dunkel und so haben wir leichtsinnigerweise die Scheinwerfer benutzt, um wenigstens beim Zeltaufbau und beim Kochen Licht zu haben. ¾ der Gruppe waren ueberzeugt, dass das nix ausmacht, wenn wir das ne halbe Stunde laufen lassen. Gut, wieder was gelernt, denn es war nicht okay. Das Gute an all den aelteren Leuten auf diesen Rastplaetzen ist, dass sie super ausgeruestet sind. Und so hatte direkt der erste, den wir gefragt haben, Starthilfekabel und versprach, am naechsten Morgen vorbeizukommen. Am naechsten Morgen kam dann nicht nur er, sondern auch noch 3 andere coole Opis - fuer die war es glaub ich eher ne nette Abwechslung, diesen jungen, verrueckten Backpackern zu helfen. Und die waren alle supernett, das ist echt so ein Unterschied, die sind locker, sehr interessiert und labern einfach drauflos.

Das Campen hat gut geklappt, in Katherine war es zwar schon etwas kalt, was uns leichte Sorgen gemacht hat, denn es war die erste Nacht und wir wuerden nur weiter in den Sueden fahren, wo es definitiv eher kaelter als waermer werden wuerde. Aber die naechsten Naechte waren wieder gut, da wir zunaechst weiter noerdlich und dann naeher am Meer waren. Irgendwie war von Anfang an die Aufteilung klar, Anka und ich in einem Zelt und Carine und Ben. Was sehr zu Ankas und meinem Glueck war, wie sich in dieser einen Nacht in Coral Bay herausstellte...und das nicht nur, weil Ben geschnarcht hat wie ein Traktor, um Carine zu zitieren.

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Also, das war die Route:

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Der obere Teil zwischen Darwin und Broome heisst Kimberley und es gibt eine Strasse mitten durch die hindurch, die wir aber nicht fahren konnten, da sie unbefestigt ist und wir natuerlich mit unserem Mietwagen auf diesen Strassen nicht versichert sind. Leider nicht das Einzige, auf das wir aus diesem Grund verzichten mussten. Aber so ist es, man kann nicht alles haben und wir haben trotzdem ne Menge gesehen.
Auf der Strecke durch die Kimberleys haben wir auf Rest Areas gehalten, um zu uebernachten. Einmal war das nur ein grosser Parkplatz direkt neben der Strasse und ein anderes Mal eine riesige Camparea, die voll war mit Caravans. Man fragt sich, wo die herkommen, denn auf der Strasse hatten wir vorher nicht wirklich viele Autos gesehen.

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Die Atmosphaere auf diesen Plaetzen ist jedesmal einfach cool. Jeder ist freundlich zum anderen und es ist irgendwie so ein Community-Camper-Gefuehl. Die Toiletten sind meistens entweder non-existent oder Plumpsklos. Mittlerweile bin ich gut darin geworden, die Nase zu blockieren und durch den Mund zu atmen, wenn ueberhaupt und es einfach zu akzeptieren. Auch zum Umziehen mussten wir in diese Toiletten und man lernt sehr schnell, seine Standards und auch die Angst, das irgendwas von den Klamotten runterfaellt, herunterzuschrauben bzw. zu ignorieren. Was das angeht, ist das Reisen echt interessant, denn man lernt, mit so wenig auszukommen. Luxus, Komfort, gutes Essen, ein Dach ueber dem Kopf etc. Im Gegensatz zum Van konnten wir bei dem Auto nicht drinnen sitzen, um zu kochen, sondern alles fand draussen statt. Okay, besonders positiv hat sich das nicht auf meine Ernaehrung ausgewirkt, denn um so viel Geschirrwaschen wie moeglich zu vermeiden, hab ich mich irgendwann auf Instantsuppen und Brot mit Thunfisch konzentriert...

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Wir sind durch Orte wie Halls Creek und Fitzroy Crossing gefahren, wo einfach niemand war. Miniorte, meistens eher von Aborigines bewohnt aber eben im Nirgendwo und wir mussten schon grosses Glueck haben, dass da ein Supermarkt war, der auch noch geoeffnet hatte! Schon eine ganz, ganz andere Welt. Die ersten Naechte im Zelt waren eher gewoehnungsbeduerftig aber das wusste ich ja schon durch meine tolle Campingerfahrung hier ;) Nach einer gewissen Zeit gewoehnt sich der Koerper an den brettharten Boden unter einem und dann hat man oft auch andere Sorgen, wie zum Beispiel Kaelte und Naesse, die einen vom harten Untergrund ablenken. Trotzdem war der steife Hals am 2. Tag natuerlich nicht zu umgehen.

Achja, ich, die Meisterin im Sachen verlieren, hat wieder zugeschlagen! Yes! Nachdem ich auf einem Rastplatz im Nichts ploetzlich panisch nach meiner Kamera gesucht hab, wohlwissend, dass der Rastplatz, an dem ich sie verloren haben koennte, bereits 300km hinter uns lag und an ein Zurueckfahren nicht zu denken war, hab ich sie aber doch noch in letzter Sekunde gefunden. Allerdings hab ich dann in Kununurra einen guten Dienst getan und dort meine FlipFlops vergessen. Wie das geht? Tjaaa, ein bisschen Verpeiltheit gehoert schon dazu, wenn man die Schuhe auszieht, um ins Auto zu klettern, und dann die Tuer zumacht und losfaehrt. Naja, vielleicht hat irgendein Kind oder so sie gefunden und dann ist ja gut. Waren halt die Flippies, die ich von der Familie auf der Farm geschenkt bekommen hab, von daher schon ein bisschen traurig...

In Halls Creek ist uns dann eingefallen, dass es ja nochmal ne Zeitverschiebung gibt. Von der Ostkueste in die Mitte (Alice Springs und Darwin) war es eine halbe Stunde. Es war halb 4 Uhr nachmittags und wir haben im Endeffekt 3 Leute nach der Uhrzeit gefragt weil wir einfach nicht glauben konnten, was wir hoerten: 2 Uhr nachmittags?!?! 1,5 Stunden zurueck?? Verrueckt. Alles fuehlte sich nach spaetem Nachmittag an: wir, das Licht, alles. Und ploetzlich war es so frueh! Ich hab im Nachhinein erfahren, dass das so ist weil Western Australia so riesig ist. Das ist der groesste Staat in Australien und eigentlich bestehen innerhalb des Staates schon leichte Zeitverschiebungen. Das kann man aber ja nicht machen, deshalb verschiebt man einfach mal um das Maximum, so dass jeder die halbwegs gleiche Zeit hat.

Am 6. August waren wir gestartet und am 10. kamen wir in Broome und damit endlich wieder am Meer an. Die Stadt war mir im Gegensatz zu Darwin gleich total sympathisch, klein und suess aber alles da und alles nicht so eng und dicht aufeinander. Weil man an der Westkueste endlich die Sonne auf dem Meer untergehen sehen kann, sind wir abends zum Gantheaume Point gefahren, um uns das Spektakel anzusehen. War wirklich sehr, sehr schoen und ich hab festgestellt, dass der eigentliche Zauber erst anfaengt, wenn die Sonne tatsaechlich schon weg ist.

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Carine war ein bisschen stressig, wollte sich nicht auf den Felsen setzen weil ja ihre Hose dreckig werden koenne – oh mein Gott, du bist campen, Frau. Und auch so war sie irgendwie ungeduldig und wollte dann auch bald zurueck auf den Campingplatz. Da hab ich dann spaeter herausgefunden, warum, denn ich hab sie abends in den Baderaeumen heulend aufgefunden. Sie hatte mir schon in Darwin ein bisschen was von sich erzaehlt und so wusste ich im Grunde schon Bescheid, was los war. Ist ne aetzende Geschichte mit ihrem Ex-Freund und dann gibt es aber auch noch 2-3 andere grosse Baustellen, was das alles nicht einfacher macht. So hab ich sie zu einem Nachtspaziergang ueberredet weil ich sie so nicht ins Zelt zuruecklassen wollte und wir sind bestimmt 1-2 Stunden nachts durch die Strassen von Broome gelatscht.

Am naechsten Morgen sind wir dann zum ersten Highlight dieses Trips gefahren: Cable Beach. Als einer der Top 5 Straende der Welt bewertet waren die Erwartungen natuerlich entsprechend hoch. Und wurden vollstens erfuellt. Ein langer, breiter und vor allem weisser Sandstrand, supersauber, keine Algen, kein Dreck und dann dieses Wasser. Mir ist es immer noch ein Raetsel, wie Wasser, dass aus dem Meer kommt, also keinem See oder irgendwas geschuetztem, sooooo tuerkis sein kann! Das ist so krass, man sieht immer diese Fotos von diesen Straenden und diesem Wasser und ich hab mir immer gedacht, neeee, das kann ja gar nicht so sein in Wirklichkeit, die haben da rumgephotoshopt. Nix Photoshop. Das war da echt so. Und das Verrueckte: Der Strand war noch nicht mal voll. Da liegen wir an einem der Hammerstraende der Welt und haben massenweise Platz um uns herum! Fuer mich definitiv schon allein ein Grund fuer diese Bewertung.

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Als waer das nicht schon alles genug, kamen dann ploetzlich auch noch Kamele den Strand runtergelatscht. In einer langen Reihe mit suessen blauen oder roten Decken auf dem Ruecken trotteten sie da superentspannt lang. Verrueckt, Kamele am Strand von Australien.
2,5 schoene und entspannte Tage haben wir uns in Broome gegoennt und es war die Sache auf jeden Fall wert.

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Und auch hier war der Sonnenuntergang natuerlich ein Muss:

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Sorry fuer die Millionen Fotos aber ich kann mich einfach nicht entscheiden weil ich ca. 1248765765 davon hab...

Ausserdem war es gut, dass Anka sich ausruhen konnte, denn die naechsten 2 Tage waren Fahrtage. Ueber 600Km an einem Tag wollte sie rocken.
Es ging dann los Richtung Sueden, nach Port Hedland. Lunch gab es am Strassenrand und wir waren wiedemal mitten im Nichts. Aber diesmal wirklich.
Ich war zwischendrin immer mal wieder leicht genervt von der Gruppe, besonders Carine und Ben weil die einfach nie mal den Mund aufgekriegt haben, wenn es darum ging, Entscheidungen zu treffen. Immer waren es Anka oder ich und das hat einfach genervt. Gut, auf der anderen Seite waer es auch nervig gewesen, wenn die so ueberdominant gewesen waeren. Von daher war es so rum wahrscheinlich noch besser.
Die naechste Entscheidung war dann auch noch eine echt schwere, denn es war die Frage, ob wir mit unserem Auto in den Karijini Nationalpark fahren oder nicht. Das Problem: Durch den Park fuehrt eine ca. 70-80km lange, unbefestigte Strasse. Die muss man fahren, wenn man zu den Attraktionen kommen will. Doch wir mit unserem Mietauto sind auf diesen Strassen nicht versichert. Es hiess allerdings von allen Seiten, dass die Strasse definitiv auch mit nem normalen Auto und nicht nur mit nem 4WD zu fahren sei, von daher war ich irgendwann der Meinung, lass es uns riskieren, wird schon nix passieren. Das Ding war, dass dieser Park eines der wichtigsten Dinge fuer mich an der Westkueste war. Und ein Grund, diese mit nem Auto und nicht mit dem Bus zu bereisen, denn mit dem waer ich da gar nicht hingekommen. Und jeder, wirklich JEDER, den ich vorher getroffen hatte und der an der Westkueste war, hat gesagt, ich MUESSE Karijini machen, der waere einfach der Hammer. Mit den meisten anderen Sachen, die man in Australien machen muss, gab es meistens Leute, die es super fanden und andere, die nicht ganz so geflasht waren. Bei Karijini war das anders, da war wirklich jeder begeistert. Deshalb wollte ich da unbedingt hin.
Aber mir war natuerlich klar, dass es ein Problem geben wuerde mit dem Mietauto. Nach langem Zoegern und hin und her meinte Carine dann, dass sie dagegen ist weil sie einfach keine Kohle haette, falls was passieren wuerde. Ja, willkommen im Club, wer hat fuer sowas schon Kohle?!

Eingestellt von Myri Am 13:30 Kommentare (0)

Die Westkueste - Teil II

In Port Hedland, wo wir uns entscheiden mussten, ob wir weiter geradeaus an der Kueste entlang oder eben nach Sueden Richtung Karijini fahren wollten, haben wir nochmal im Visitor Center gefragt. Eigentlich total doof, denn natuerlich gibt die uns nur die hochoffizielle Antwort. Und die lautete: Ihr braucht einen 4WD. Und damit war die Entscheidung klar.
Zum Glueck hatte ich mich schon am Abend vorher darauf eingestellt, so dass die Enttaeuschung nicht mehr ganz so gross war aber klar, cool ist anders. Zum ersten Mal auf dem Trip hab ich das Gefuehl, etwas wirklich Tolles nicht sehen zu koennen. Aber okay, man kann nicht alles haben und ich hab schon sehr viel gesehen und werde auch noch nach Neuseeland fahren, da werd ich wohl damit leben koennen, diesen einen Park nicht gesehen zu haben.

Ben hat in Port Hedland ein neues Zelt gekauft weil das, was er vorher hatte, ein absoluter Witz war. Wirklich, das war so miniklein, dass ich mich gefragt habe, wie die ueberhaupt zu zweit da reingepasst haben. Und das Zelt hatte auch nur eine Schicht; die meisten Zelte haben ja nochmal so ein Ding, das man drueber schmeisst als Huelle, was total wichtig ist, wenn es nachts nass wird. Bei Bens altem Zelt ging die Naesse direkt durch und tropfte auf die beiden. Carine war leider dafuer die absolut falscheste Person, denn sie ist eine absolute Friernudel und hat schon in den Naechten, in denen ich noch total locker und normal gepennt hab, tausend Sachen angehabt.

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Ben hat dann angeboten, ein neues zu kaufen, doch sie hat sich komplett rausgehalten. Weil sie kein Geld ausgeben wollte. Fand ich aetzend, denn wie sollte die Reise bitte weitergehen?!?!
Weil sie auch noch grosse Probleme mit ihrem Ruecken hatte, hab ich sie uberredet, wenigstens ne richtige Matte zu kaufen. Wir hatten nur diese ultraduennen Dinger, die eigentlich echt ein Witz sind. Aber sie war so aufs Geldsparen bedacht, dass sie sich lieber den Rest des Trips versaut haette mit Rueckenschmerzen und schlechtem Schlaf, anstatt mal ein paar Muecken fuer ne Matte springen zu lassen. Aber dazu hab ich sie dann ueberredet und sie war dann auch gluecklich und meinte spaeter, sie koenne das campen jetzt wieder viel mehr geniessen. Ha, herzlichen Glueckwunsch.

Diese ganzen Orte da oben an der Kueste waren irgendwie strange. Sehr industriell und wenig charmant. Mittagessen gabs auf ner Wiese am Wasser, die wir irgendwo gefunden haben. Lustig war's, als Anka eine Biene oder Wespe ins Essen flog aber dann auch wieder raus und sie nur noch schrie: kill oerr! Kill oerr! In ihrem suessen franzoesichen Akzent so ein brutaler Inhalt - ich hab mich weggeschmissen vor lachen.

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Naechster Stop war Exmouth, einer der Orte, die am Ningaloo Reef liegen, das aehnlich schoen und laut einigen Menschen sogar besser als das Great Barrier Reef sein soll. Das Besondere: Anstatt mit einem Boot rausfahren zu muessen, kann man hier vom Strand losschwimmen und schnorcheln! Anka und ich haben uns direkt Schnorchel und Maske geliehen und sind kurz darauf zum Strand. Allerdings war der Strand noch nicht offiziell Teil des Nationalparks und von daher gab es unter Wasser nicht mehr zu sehen als Sand. Aber dafuer war es wieder soooo krass tuerkis, das hat alles wettgemacht.

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Am naechsten Tag sind wir dann in den Nationalpark gefahren. Da wir noch frueh waren und das Wetter noch ein bisschen frisch fuer's schwimmen sind wir zuerst zu einer kleinen Schlucht gefahren. Die war ganz suess aber eben auch nur ganz suess.

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Danach weiter zum ersten Strand Sandy Bay. Wir waren fast alleine und der Strand und die Farbe des Wassers waren wieder einmalig. Doch leider, leider zogen dann ein paar Woelkchen vor den schoenen blauen Himmel. Und diese Woelkchen wurden irgendwann ausgewachsene Riesenwolken, weswegen keiner von uns ins Wasser ging.
Der naechste Stop war Oyster Stacks, ein weiterer „Strand“, wo das Schnorcheln am besten sein sollte. Da konnten wir aber erst hin, wenn die Flut da war. Das Wetter wurde immer kaelter und stuermischer und die beiden Maedels machten schon einen Rueckzug, was das Schnorcheln anging. Ich hab mir gedacht, meine Guete, ich bin nur einmal hier und das ist ja auch nur Wasser und ich werd hinterher schon wieder warm – ich geh AUF JEDEN FALL ins Wasser! Dort angekommen hatte der Wind noch mehr zugenommen, doch ich war immer noch voller Motivation. Und Ben komischerweise auch. Es waren sowieso schon nicht wirklich Leute da und die wenigen, die noch da waren, verliessen aufgrund des schlechter werdenden Wetters auch recht bald die Szene. Okay, ich gebs zu, es gab diesen Moment, diese kurze Sekunde, in der ich ueberlegt hab, ob ich das jetzt wirklich machen soll. Nicht nur, dass mir bei dem Wind alles andere als danach war, mich aus meinen warmen Klamotten zu schaelen, sondern man musste auch noch ueber riesige Felssteine klettern, um ins Wasser zu kommen – waer ja sonst auch zu einfach gewesen. Aber egal, ich hab's durchgezogen. Zum Glueck war das Wasser recht warm, was das krampfige Reinstolpern mit Flossen und Maske wenigstens ein bisschen erleichterte. Ja, es gibt Fotos davon aber ich werd den Teufel tun und die veroeffentlichen!
Und wie immer bei diesen Sachen: Es hat sich gelohnt!! Sowas von! Die Farben waren zwar nicht ganz so schoen wie am Great Barrier Reef aber das ist auch ein bisschen fies, es zu vergleichen, wenn ich da erstmal 1,5 Stunden raus in den Ozean gefahren bin und hier grade mal 10 m ins Meer gehuepft bin. Dafuer gab es gaaaaanz viele Fische, darunter auch Seesterne und ein total abgefahrenes Quallen-Krake-Stein-Vieh. Das war ein lilafarbener Klumpen mit nem Auge in der Mitte, der da ueber den Boden gehuscht ist und ploetzlich, als es sich unter ner Koralle versteckt hat, zum Stein wurde. Total krass!
Letztlich wollten wir dann gar nicht mehr so wirklich aus dem Wasser raus, weil es darin viel waermer war als draussen! Gut, dann so durchnaesst im Auto zu sitzen war nicht ganz so prickelnd aber voellig in Ordnung. Aber es hat mich dann doch davon abgehalten, am naechsten Strand den Drift Loop zu machen. Das ist wie ein kleiner Fluss, in den man an einem Ende reinsteigt und sich dann treiben laesst, um am anderen Ende wieder rauszuklettern. Der Strand hiess Turquoise Bay und ich kann nur soviel sagen als dass er seinem Namen alle Ehre gemacht hat. Meine Guete, das Wasser ist einfach unglaublich. Absolut glasklar und dann auch noch so tuerkis – Hammer.
Am naechsten Tag ging;s weiter – nach Coral Bay.

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Das liegt am suedlichen Ende des Ningaloo Reefs. Ein Miniort und auch hier ein superschoener Strand. Die Stimmung zwischen den Maedels war mittlerweile mehr als angespannt und zwar aus dem tollen Grund, dass Carine Ankas Musik nicht mochte und Anka das mittlerweile persoenlich nahm. Da man in Coral Bay nicht ganz so leicht einfach vom Strand aus schnorcheln kann, war die Frage, ob wir eine Tour machen, eine Kajak mieten oder was auch immer. Carine, die in Exmouth noch alles andere als interessiert am Schnorcheln schien, war hier ploetzlich Feuer und Flamme und wollte unbedingt irgendwas von diesen Sachen machen. Anka meintee aber, dass wir dafuer nur noch diesen Nachmittag Zeit haetten, da wir morgen schon weiter muessten.
So etwas diplomatisch und weniger diktatorisch rueberzubringen ist nicht wirklich ihre Staerke, weswegen Carine dann zu Ben zickte: Ich wuerde wirklich gerne auf so eine Tour aber OFFENBAR haben wir nur noch heute nachmittag Zeit!
Woraufhin ich ausgeflippt bin. Was soll so eine Scheisse bitte?! Wieso koennen die nicht einfach mal normal miteinander reden? Meine Guete, die sind alle 25,26 und 27 Jahre alt und trotzdem hab ich mich gefuehlt wie die Aufpasserin, die mal alle zusammentrommeln und zur Vernunft bringen muss. Sich mal zusammenzusetzen und gemeinsam ueber die Route und die Planung zu sprechen, auf die Idee kamen die irgendwie nicht. Ich hab sie dann in ne Runde zusammengerufen und die Route durchgesprochen. Nicht, dass das viel geaendert haette an dem Aktivitaetsgrad von Carine und Ben. Die beiden waren ganz schnell wieder ganz still und haben zu allem genickt aber auch nur, wenn ich sie gefragt hab. Wenigstens wussten sie danach, wie es aussieht, so dass sie keine Ausrede mehr hatten. Mann, echt, koennt mich jetzt im Nachhinein noch darueber aufregen. Ich hab dann auch noch Carine an die Hand genommen und bin mit ihr zu den Tourdesks gelatscht, um herauszufinden, was moeglich ist in der Zeit, die wir haben. Traurig aber wahr, ich hatte das starke Gefuehl, dass es uns nicht weiterbringen wird, wenn sie das alleine macht.
Gut, letztlich hab ich mir mit ihr ne Maske und Schnorchel und diesmal auch nen Wetsuit geliehen und wir sind rausgeschwommen. Ziemlich weit sogar, mit den Flossen geht das ja so schnell, da guckt man mal aus dem Wasser und denkt sich „Hups, wir sind ja verdammt weit draussen, wie konnte das denn passieren?“ Es gab allerdings keine gefaehrliche Stroemung oder so, sonst haetten wir das natuerlich nicht gemacht. Unter Wasser wurde es immer spektakulaerer, je weiter wir rausschwammen. Die Korallenriffs wurden immer groesser und hoeher, bis sie irgendwann ca. 30cm unter der Wasseroberflaeche waren! Riesige rosenartige Gebilde waren da und noch viiiel mehr unbeschreibliches.

Und dann kam die Chaos-Nacht. Es begann damit, dass ich mir meine frisch gekochte Suppe ueber den Schoss kippte und mich erstmal nett verbrannte. So ist das, wenn man keine richtigen Stuehle und Tische hat. Eine Bewegung und es kann fatal enden. Zum Glueck hat es glaub ich keiner unserer Nachbarn gesehen, denn es war eine Gemuese-Nudel-Suppe und sah dementsprechend aus wie schonmal gegessen...
Ben brauchte mal wieder ein bisschen Zeit fuer sich und ging abends ins Hotel um die Ecke zur Happy Hour. Ich glaube, auch um 11 Uhr abends war er noch nicht wieder da aber irgendwann kam er dann und hatte 3 Bier getrunken. Das Problem daran: Man merkt das bei ihm sofort und zwar nicht auf angenehme Art. Er redet anders, weniger nett, dafuer offensiver und aggressiver, wenig geduldig, wenn man seine Lallerei nicht direkt versteht usw. Deshalb war ich nicht wirklich erfreut, als er dann auch noch eine Vodkaflasche zueckte und anfing zu trinken. Ich meine, wie komisch ist das denn, Vodka passt ja wohl so gar nicht zum gemeinsamen gemuetlichen Zusammensitzen auf dem Campingplatz?! Wieso so hartes Zeug?! Er fing dann schon an mit „that's the only joy in my life“ und so ein Bullshit und auf mein halbernstes „Echt? Dann wuerd ich mir mal was anderes suchen“ wurde er schon halb aggro. Deshalb bin ich recht frueh ins Bett weil ich mir sein Gelaber echt nicht geben konnte. Er wird dann auch immer zum aetzenden Ami. Die ganze Zeit ist er okay aber dann wird er ploeetzlich voll ueberzeugt und selbstherrlich, eben der Klischee-Ami.
Als wir Maedels um 8 Uhr schon in den Zelten lagen ging es dann los. Er war sturzbesoffen und fing an, Scheisse zu machen. Er war laut, hat Carine genervt und am Ende sogar beleidigt, hat - sorry – lautstark rumgefurzt, einfach die Zelttuer aufgemacht und offen gelassen (hatte ich erwaehnt, dass es abends schon seehr kalt war?!?), ins Zelt gespuckt usw. Absolut ungelaublich und unterste Schublade. Anka und ich waren hellwach im Nebenzelt und haben gelauscht, um im Notfall einschreiten zu koennen. Ich hatte soo Mitleid mit Carine. Gerade am Nachmittag hatte sie mir noch ganz kurz in einem Satz angedeutet, dass sie fast keinen Kontakt zu ihrem Vater hat, da der Alkoholiker ist. Sie war also so ziemlich die letzte Person, die da mit Ben im Zelt liegen sollte. Nach bestimmt 2 Stunden des Nervtoetens war er irgendwann still.
Am naechsten Morgen war ich sooo gespannt, wie er reagieren wuerde. Aber: es kam nichts. Er war still, Kopf runter, nichts gesagt und abgehauen, wann immer er konnte. Und so ging das die naechsten 3 Tage.

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Er sprach nicht und wir sprachen nicht mit ihm. Ich war teilweise so sauer auf ihn weil ich mich gefragt hab, was bitte in seinem Kopf vorgeht und wie sein Plan aussieht, denn schliesslich hatten wir noch ein paar Tage vor uns.
Weil ich das irgendwie so gar nicht akzeptieren konnte, dass er denkt, einfach so davonkommen zu koennen, hab ich die ganze Zeit auf eine Situation gewartet, in der ich ihn ansprechen konnte. Die kam aber nicht weil er immer gefluechtet ist. Wahrscheinlich hat er sich schon sowas gedacht weil ich ja auch die anderen Probleme in der Gruppe immer angesprochen hab und hatte Schiss ;) Ich hab ihm dann nur mal zwischendrin kurz gesteckt, dass er zumindest mit Carine reden und sich entschuldigen sollte. Darauf kam ein leicht ueberraschter Blick aus grossen Augen, so dass ich dachte, der weiss gar nicht, was der gemacht hat.
Fuer die naechsten Tage war wieder Fahrerei angesagt und der naechste Stop war Shark Bay, eine Halbinsel mit Monkey Mia am Ende, wo man Delfine fuettern konnte. Ben hat sich abgesetzt und ist im Zelt geblieben, wir Maedels sind los, die Umgebung erforschen. Zum Beispiel zu der kreisrunden und supersuessen little lagoon oder in den hot tub im Francis Peron Homestead. Das Wasser da ist schweineheiss aber natuerlich, denn es kommt aus 400m Tiefe! Nach den kalten Naechten hat uns das echt gut getan, uns mal so richtig aufzuheizen.

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Und wie immer: Am naechsten Tag gings weiter. So langsam aber sicher wurden wieder zumindest ein paar wenige Worte gewechselt zwischen Ben und dem Rest aber es war noch weit entfernt von normal. So aetzend, mit seiner Scheissaktion hat er die ganze Atmosphaere in der Gruppe echt mal krass beinflusst. Deshalb wollte ich ihn auch nicht einfach mit dem Nichtreden durchkommen lassen.
Ein weiteres Highlight war Shell Beach, ein Strand, der nur aus Millionen von kleinen Muscheln besteht. Ich konnte mir nicht wirklich vorstellen, wie das aussieht, bis ich da war. Zur Farbe des Wassers muss ich glaub ich nichts mehr sagen und die ganzen kleinen weissen Muscheln haben natuerlich ihren Teil dazu beigetragen, dass es sehr beeindruckend war. Wenn man sich vom Meer weggedreht hat, sah es aus wie eine Salzwueste. Ich habs natuerlich nicht lassen koennen und ein paar besonders suesse Muscheln mitgenommen. Darunter die allerkleinste Minimuschel der Welt! Ha, ich hab sie! :)

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Danach kamen noch die Stromatolite, die nicht wirklich spektakulaer schienen aber wenn man hoert, was die sind und was die gemacht haben, war's doch ziemlich interessant (z.B. sind die u.a. dafuer verantwortlich, dass wir Sauerstoff in der Luft haben...fragt mich nicht mehr, wie...)

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Da haben wir dann 2 Deutsche kennengelernt, die die gleiche Route hatten und die wir demenstprechend in den naechsten Tagen immer wieder gesehen haben. Die waren aber nett und von daher war das eine gute Abwechslung. Denn schon abends hat es unserer Runde ums Lagerfeuer gut getan, 2 neue dabei zu haben. Ein bisschen frischer Wind und die Situation hat sich gelockert.
Naechster kurzer Stop waren die Blowholes. Ich wusste nicht so wirklich, was mich erwarten wuerde und dachte irgendwie an Loecher im Felsen, die vom Wasser entstanden sind. Dort angekommen mussten wir aber erst nochmal die Baderaeume auschecken und haben da dieses lustige Schild gefunden:
Man beachte: put a „shell“ full of dirt in the toilet.

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Ich: Haeh? Wie, shell full? Und gucke in den Eimer:

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Hihi, fand ich lustig. Liegt da echt ne Muschel drin.

Gut, dann gings zu den Blowholes und Ben hatte sich wie immer abgesetzt. Schon von weitem sahen wir dann, was mit damit gemeint war. Hinter einem Mann, der ziemlich weit draussen auf dem Kliff stand, schoss ploetzlich aus dem Nichts eine bestimmt 8 Meter hohe Wasserfontaene in die Luft und veerpuffte zu ganz feinem Nieselregen im Wind. Supercool!!

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Wir hatten riesigen Spass mit dem Ding und haetten da Stunden verbringen koennen. An diesem Teil der Kueste gibt es auch die sogenannten King Waves und ich bin mir ziemlich sichher, dass das hier wohl so eine war:

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Es sind wohl auch schon Menschen da gestorben weil sie am falschen Punkt zu weit draussen standen und dann erfasst wurden. Wahnsinn, diese Naturgewalt.

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Die Nacht darauf als die Deutschen uns am Lagerfeuer besucht haben, war absolut krass kalt. Ich hab auch noch den Fehler gemacht und bin zu lange draussen geblieben, so dass ich schon zu sehr am frieren war. Dann hat sich der Schlafsack irgendwie so gar nicht mehr aufgeheizt und die Decke die ich darueber liegen hatte, war waermetechnisch nonexistent. Deshalb hab ich sie irgendwann mit in den Schlafsack geholt und alle Jacken, die um mich herum lagen auch. Aber ich wurde einfach nicht warm. Die ganze Nacht nicht und so hab ich bestimmt nur 1-2 Stunden geschlafen. Das hab ich dann am naechsten Morgen im Auto nachgeholt, auf dem Weg zum Kalbarri Nationapark. Und ploetzlich, man hoere und staune, haben Ben und die Maedels wieder miteinander geredet! Sogar Carine hat ploetzlich wieder munter mit ihm gequatscht und ihm Stories aus ihrem Leben erzaehlt. Hat mich uberrascht, wo sie doch vorher so ueberzeugt und hart gesagt hat, dass er fuer sie gestorben sei oder sowas in der Art. Achja, hab ich vergessen zu erwaehnen: Sehr interessant war ja, dass quasi in der Sekunde als die Sache mit Ben war, Carine und Anka sich ploetzlich super verstanden haben. Am Morgen davor noch nichts miteinander im Auto geredet, wollten sie am naechsten Tag gar nicht mehr damit aufhoeren. Und jetzte die (Nicht-)Uberraschung: Sobald Carine wieder besser mit Ben stand, ging das mit Anka wieder bergab. Mann, so ein Kinderkram. Und so durchschaubar.

Kalbarri war sehr schoen mit sehr beeindruckenden Aussichtspunkten, bei denen ich mich teilweise fuehlte wie einer der Gefaehrten aus Herr der Ringe, wie sie auf einem Fels hoch oben ueber das Land unter ihnen schauen. Mir hat nur noch das Pferd gefehlt. Und Frodo neben mir.

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Nach dem Park sind wir zu einem weiteren Highlight gefahren. Highlight, weil ich so etwas wirklich noch nie vorher gesehen hab: Der Pink Lake. Ich hatte vorher ein Foto gesehen und das sah einfach mal so kuenstlich und gephotoshopt aus, dass ich wirklich nicht glauben konnte, dass es sowas gibt. Aber es gibt es! Wir fuhren die Strasse lang und ich schaute nach rechts und sah nur eine riesige pinke Flaeche! Naeher am See war es dann so, dass es ein bisschen gefleckt aussah und es auch Stellen mit blauem Wasser gab, bzw. klarem Wasser, in dem sich der Himmel spiegelte. Das Pink kommt von dem Beta Carotin, das in dem See produziert wird. Total lustig, ich kam gar nicht drueber weg. Denn viele Sachen, die man sieht und dann beeindruckt ist, ist trotzdem noch Natur, wie man sie kennt: Steine, Felsen, Pflanzen und Wasser. Aber pinkes Wasser?! Es kommt auf den Fotos nicht ganz so rueber, wie es war aber man kriegt eine Idee.

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Die Nacht verbrachten wir mal wieder auf einer Rest Area. Doch eine Sache war anders, denn wir Maedels wollten im Auto schlafen. Anka und Carine waren sowieso schon die letzten Naechte an ihren Grenzen gewesen und nach der letzten Horrornacht war auch ich ueberzeugt. Und schnell total begeistert! Denn das Auto zum Bett umgebaut sah total gemuetlich aus und der Gedanke, in einem Ding mit festen Waenden um einen herum zu schlafen, war sehr gut. Ausserdem hatte ich quasi mein eigenes kleines Ankleidezimmer weil mein Zeug im Zelt lag. Dann hatten wir noch einen richtigen Tisch an unserem Platz und so kamen wir uns alle ploetzlich total kultiviert und luxurioes vor.
In der Nacht hat Karin 2mal das Auto gestartet, um es zu heizen und ich muss sagen, ich habe hervorragend geschlafen! Das Aufwachen am naechsten Morgen mit der Feststellung, dass es geregnet hatte, war zwar nicht besonders prickelnd aber soooo viel besser als jetzt aus nem nassem Zelt rauszukriechen.
Wir hatten nur noch 2 Sachen vor uns, die wir sehen wollten, bevor wir nach Perth kamen: Pinnacles Desert und Sandboarding in Lancelin. Die beiden Deutschen waren uns etwas voraus und bereits in Lancelin, von wo aus sie uns anriefen, um zu sagen, dass es der reinste Ghosttown sei, alles zu und leer und der Caravanpark eklig. Hmm... In der Nacht sind wir Maedels wieder ins Auto geklettert, waehrend Ben weiter tapfer im Zelt blieb. War halt auch einfach kein Platz im Auto. In dieser Nacht startete Carine ca. 3-4 mal das Auto. Als ich am Morgen von der Dusche zurueckkam und mich eigentlich wieder ganz okay fuehlte, traf ich auf die voellig eingepackte Carine und auf Ben, die beide mit leichter Panik in den Augen meinten, sie halten keine weitere Nacht mehr aus. Ben hatte in der Nacht per Internet die Temperatur gecheckt und es waren wohl -2,5 Grad. Ja, gemuetlich ist das nicht mehr.
Und so haben wir unseren Plan geaendert. Lancelin war ja offenbar eh nicht wirklich cool und so hatten wir Zeit, um uns Pinnacles Desert anzuschauen und dann gemuetlich nach Perth zu tuckern. Die Pinnacles waren beeindruckender als ich erwartet hatte. Das war eine riesige Flaeche mitten zwischen Bueschen und kleinen Baeumen, wo hunderte und tausende dieser Dinger rumstanden. Ueber die Entstehung sind sich die Forscher immer noch nicht richtig klar, fuer die Abrogines sind die Pinnacles die versteinerten Finger von Leuten, die in die Gegend gewandert sind, ohne auf die Warnung vor dem Treibsand zu hoeren und dann verschluckt wurden und mit den Haenden versucht haben, noch nach etwas zu greifen.

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Dann kamen wir schliesslich nach Perth. Nach fast 3 Wochen relativ weit weg von der Zivilisation hat mich die Stadt nicht wirklich gereizt aber die Annehmlichkeiten, die man da hat wie Supermaerkte, Betten in richtigen Raeumen und richtige Baderaeume sind natuerlich schon nett.

Ich habe irgendwie sowas wie eine Erschoepfung gemerkt und das wurde in den naechsten Tagen noch deutlicher als ich im Bus sass und fast eingeschlafen bin und morgens immer bis in die Puppen haette pennen koennen. Ich hatte das vorher noch nicht auf der ganzen Reise und deshalb denke ich, dass es das Zusammenreisen mit Leuten, die man nicht kennt, war. Es war eine super Erfahrung und ich will es nicht missen und wir hatten wirklich viel Spass. Aber nach 3 Wochen war es auch okay, mal wieder alleine zu sein und voellig mein eigens Ding machen zu koennen.

Tollerweise hatten mich dann Susi und Samara eingeladen, bei ihnen zu uebernachten, solange ich in Perth bin. Ich hab die beiden auf dem Uluru-Trip kennengelernt. Sie wohnen zwar ziemlich weit ausserhalb, so dass ich ca. ne Stunde brauchte, um in die Stadt zu fahren aber ich hatte mein eigenes Zimmer, ein richtiges Bad und ein Haus und kein Hostel. Genau das richtige, um etwas zu entspannen.

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Vielleicht sollte ich zu ihrer und besonders Samaras (links) Verteidigung dazu sagen, dass dieses Foto um 7 Uhr an einem Sonntag morgen gemacht wurde, kurz bevor Susi mich zum Flughafen gefahren hat - Samara ist dafuer extra grade aus dem Bett gekrabbelt.

Perth war nett aber eben ne Stadt. Wollte die Chance nutzen, um zum Frisoer zu gehen und Ben hat fuer mich seine Cousine gefragt, die schon sein 30 Jahren in Perth lebt. Sie hat mir Liddys Nummer gegeben und so bin ich dann an dem Donnerstag nach North Perth gelatscht. Liddy ist total super und dafuer hat es sich schon gelohnt, Ben auf dem Trip dabei zu haben. Sie ist bestimmt um die Ende 50 oder 60 aber absolut cool. Sie arbeitet fuer Theater, Film und Fernsehen und hat 10 Jahre in Paris gelebt. Ich find es einfach immer wieder super, solche Leute zu treffen, die nicht dem Klischee entsprechen. Wir waren sofort auf einer Wellenlaenge und fanden es beide schade, dass ich nicht schon frueher vorbeigekommen bin. Sowas sind die Geschichten, die solche Reisen besonders machen. Diese Treffen mit Leuten, die meistens zufaellig passieren und dann aber ploetzlich viel bedeuten.

Ja, das war der Trip die Westkueste runter. Mein letzter langer Trip in Australien. Naechster Stop ist Adelaide und dann zurueck nach Melbourne. Ich freu mich und weil ich die Stadt schon kenne und Leute da wieder treffen werde, ist es fast wie nach Hause kommen. Aber die /Tatsache, dass damit meine Reise in Australien so gut wie vorbei ist, geht gar nicht und wird noch sehr verdraengt.

Aber ich freu mich auf Neuseeland!! Und dann werde ich zu Hause glaube ich 2 Monate brauchen, um all das sacken zu lassen und zu verarbeiten, was ich da eigentlich gemacht hab... :)

Eingestellt von Myri Am 13:00 Kommentare (0)

4 Maedels on the road to Kakadu Nationalpark

Ohne Auto und alleine reisend ist es echt gar nicht so leicht, jedesmal, wenn man an einem Ort ankommt, herauszufinden, wie man jetzt zum naechsten Ort kommt, den man gerne sehen will.
Zum Beispiel zu einem Nationalpark: Mach ich ne Tour, suche ich nach einem Lift oder nach Leuten, mit denen ich ein Auto miete? Nachteil Tour: sauteuer und eben Tour. Nachteil alles andere: dauert ewig und ist immer ein Hickhack, verschiedene Leute gleichzeitig zu etwas zu bewegen. Dann kann der nicht, dann hat der das Problem und die das und dann werden keine Entscheidungen getroffen. Ehrlich gesagt nervt mich diese Massentraegheit tierisch. Und deshalb hab ich mich fuer „Hook up“ entschieden, was eine Art organisierter Self-Drive ist. Man geht dahin, sagt, wann man fahren will und dann muessen nur noch 2-4 andere die gleiche oder sogar selbe? Idee haben und los geht’s. Das heisst, man wird mit max 4 anderen zusammengewuerfelt und kriegt dann ein Auto mit saemtlichem Equipment gestellt. Zelte, Matten, Kuehlbox, Pfannen und Kochzeug. Ist viel billiger als ne Tour und wenn man auf den letzten Druecker kommt wie ich, kriegt man es eventuell auch noch billiger :)
Bei mir meinte die Inhaberin, dass ich am naechsten Tag rausfahren koenne. Und nur weil es mir ein kleines bisschen zu schnell war, das zu entscheiden, hab ich gezoegert. Und sie meinte: Okay, I can make a deal for you – und hat mir 54 Dollar erlassen. Sehr gut, so soll das sein! Um 3 Uhr am Nachmittags gab's dann ein Briefing und ich hab die anderen kennengelernt. 3 Maedels, 2 Englaenderinnen und eine Hollaenderin. Die eine der Englaenderinnen hatte ich einige Abends vorher schonmal bei diesen seltsamen Wettbewerben im Vic gesehen. Das sind so lustige Spielchen, wo Leute auf die Buehne muessen und dann witzige bis seltsame bis superpeinliche Sachen machen muessen, um was zu gewinnen. Ich weiss nicht, was sie machen musste aber es muss was besonders witziges oder – und das ist wahrscheinlicher - besonders peinliches gewesen sein, dass sie den Trip zu Kakadu gewonnen hat. Denn normalerweise gewinnt man 'ne Kanne Bier.

4 Maedels, auch mal was neues. Wir haben unsere Route geplant und das Auto inspiziert. Wir konnten es direkt mitnehmen zum Essen kaufen und alles fertig machen, so dass wir am naechsten Tag nur noch reinspringen mussten.
Irgendwie wurde die Nacht dann aber mal wieder laenger – komisch, ich sag's ja – so dass ich im Endeffekt ca. 1 Stunde geschlafen hab.

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Ich hab Maz, die Fahrerin, in ihrem Hostel getroffen und wir haben auf Joanna, die Hollaenderin, gewartet. Die aber nicht kam. Wir haben gewartet und gewartet und uns dann entschlossen, erstmal Josie, die Wettbewerbsenglaenderin, abzuholen. Die stand da auf der Strasse mit ihrem Gepaeck um sich herum und nem Kissen in der Hand, das sie im Hostel geklaut hatte. Typisch Josie. Irgendwann ist dann auch Joanna aufgetaucht und wir konnten endlich losfahren. Leider mussten wir ziemlich schnell feststellen, dass der Adapter, mit dem wir unsere Ipods an das Autoradio anschliessen konnten, nicht funktionierte. Aus Darwin raus sind die Radiosender dann auch nicht wirklich cool, weswegen es bald recht still wurde im Auto. Keine Musik und alle waren noch halb muede.

Nach ca. 4 Stunden kamen wir im Park an und folgten dem ersten Insidertipp, den uns die Frau von „Hook up“ gegeben hat: Moline Rockhole. Erste Allradfahrerlebnisse fuer Maz. Unser Auto war eigentlich auch nur ein Spass4WD, naemlich ein AllWheelDrive und sah aus wir ein Transporter. Wahrscheinlich war es deswegen, dass die Leute, die schon auf dem Parkplatz waren, uns anstarrten als waeren wir ein tiefergelegter Lamborghini, der gerade ueber Stock und Stein zum Parkplatz gefahren kommt.

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Moline Rockhole war echt suuuperschoen, wie aus dem Bilderbuch. Versteckt, ein kleiner Pfad, der zum Wasser hinunterfuehrt und unten ein Pool mit einem kleinen Wasserfall, Felswaenden und ueberall gruen drumherum. Obwohl wir uns recht sicher waren, hier schwimmen zu koennen weil aufgrund der ganzen grossen Steinbrocken im Wasser keine Krokodile hier sein konnten, war es uns doch nicht wirklich geheuer, in den tiefen Teil zu schwimmen, wo man nicht mehr sehen konnte, was unter einem war. Achja, hab ich vergessen: Natuerlich war das Wasser wieder unglaublich klar, so dass man unter Wasser kleine Fische und alles sehen konnte. Wahnsinn.

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Ne ganze Weile haben wir da verbracht, sind geschwommen und haben den Anblick genossen. Dann kam der Hunger und deshalb gabs es Mittagessen direkt auf dem Parkplatz. Da haben wir dann auch gemerkt, was das eigentlch fuer eine Affenhitrze da war! Gut, denn so ist alles schnell getrocknet.

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Dann auf zu unserem Campingplatz, einem weiteren Geheimtipp. Auch da gab es einen Wasserfall, zu dem wir natuerlich direkt gelaufen und dann auch reingesprungen sind. Je naeher man ihm kam, desto riesiger wurde die Felswand. Der Wasserfall an sich war nicht mehr so „voll“ aufgrund der Saison – es war schon zu lange her, dass es zuletzt richtig geregnet hatte. Trotzdem war es unglaublich schoen und wie aus nem Film.

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3 von uns sind rein und direkt nach hinten zum Wasserfall geschwommen. Josie war von der Schwimmerei ein bisschen ueberfordert und hielt sich irgendwann am Rand fest. Weil sie das auch nach ner ganzen Zeit noch gemacht hat, bin ich zu ihr, um zu schauen, ob alles okay ist und hab mich neben sie gesetzt.
Und ploetzlich war da was! Ganz eindeutig hab ich was an meinem Fuss gespuert! Ich hab ihn sofort zurueckgezogen und es schnell in meinem Kopf einfach mal als Pflanze abgehakt, um Panik gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Doch dann schon wieder! Diesmal an meinem anderen Fuss! Aaah! Da ist mir doch ein kleiner Schrei entwischt und ich zuckte nicht nur mit dem Fuss sondern komplett aus dem Wasser und versuchte, mich auf der glitschigen Felswand irgendwie festzuhalten.
Und dann sah ich es. Erst schemenhaft aber doch deutlich erkennbar: Ein seltsames, schlangen-aalartiges, weiss-beiges Etwas, dass langsam aber stetig Richtung Wasseroberflaeche kam. Am oberen Ende sah ich nur eine runde Oeffnung, wie ein Maul - superekelhaft, wie aus Akte X! Josie und ich haben rumgequietscht wie die Idioten.
Bis es die Oberflaeche erreichte.

Und wir sahen, dass es ein riesiges, zusammengerolltes Blatt war.

Maaaannn! Echt!!

Das Erlebnis war fuer Josie offenbar motivierend genug, einen erneuten Versuch zu wagen, zurueck zu schwimmen. Draussen haben wir uns dann auf nem grossen Stein getrocknet. Aber immer wieder abwechselnd erwaehnte jemand diesen seltsamen Geruch. „irgendwas stinkt hier!“ Joanna lag auf dem Boden auf ihrem Handtuch. „Man, that reallly stinks!“ und dann sah ich, was es war: „maybe it's the dead frog right behind you!“. Ehrlich, ich schwoere, ich hab das Vieh vorher nicht gesehen, sondern wirklich erst in dem Moment. Da lag ne riesige tote Kroete, direkt hinter ihrem Kopf. Joanna ist aufgesprungen und hat rumgeschrien und wir konnten nicht anders als uns totlachen.

Nach all diesen Aufgregungen mit Moechtegern-Aalschlangen und toten Kroeten haben wir zurueck war definitiv erstmal relaxen angesagt. Der Plan war, zum Sonnenuntergang hoch auf den Wasserfall zu klettern.Wir sind dann aber doch frueher gegangen, was eine gute Entscheidung war, denn diese Stufen im Dunkeln hinunterzusteigen, waer kein Spass gewesen.

Oben angekommen hat es mir schlichtweg die Sprache verschlagen. Da waren 4 glasklare Pools, einer in den anderen uebergehend, umgeben von in verschiedenen Farben gezeichneten Felsen. Auch da mussten wir natuerlich direkt ins Wasser und fuer mich war es leider unvermeidbar, nochmal ganz bis nach vorne und weiter nach oben zu klettern. Das ist ja das Schoene, das ist alles moeglich, keine Absperrungen. Das Wasser war frisch aber nicht zu kalt und es war einfach nur wunderschoen.

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Die Sonne ging langsam unter und so machten wir uns auf zum Abstieg.

Dann gab's Dinner. Wir hatten ja schon einiges von den Muecken im Kakadu NP gehoert und da es schon dunkel war als wir assen und wir im Umkreis von ca. 15 Metern das einzige Licht waren, kann man sich vorstellen, wieviele Mueckenfreunde wir in kuerzester Zeit hatten.

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Offenbar ist es ein soziales Phaenomen, dass man in einer Gruppe von Leuten mindestens einen Labersack hat. Hier war es Joanna. Ohne Scheiss, die war unglaublich. Nicht nur, dass sie die ganze Zeit total LAUT redete, sie tat das dermassen uebertrieben und selbstinzenierend, dass es schon fast lustig oder auch traurig war, da bin ich mir nicht sicher. Und fast jeder Satz begann mit „in Hoolland...!“ Oh-Mein-Gott. Wir anderen drei wurden gezwungenermassen recht schnell ziemlich ruhig. Bis wir irgendwann alle schrecklich muede wurden und ins Bett wollten.
Ich hab mir Zelt mit Maz geteilt, die superlustig paranoid war und staendig Geraeusche und Tiere und sonstwas hoerte. Okay, es war vielleicht nicht unbedingt hilfreich, vorher die Geschichte von einem Mann erzaehlt zu bekommen, der auf diesem Campingplatz nachts auf die Toilette wollte und dabei erstmal auf ne fette Schlange getreten ist.

Ich weiss nicht warum aber irgendwie hab ich in dieser Nacht vergessen, meine Kontaktlinsen herauszunehmen und hatte sie dementsprechen die ganze Nacht ueber in den Augen. Fehler. Ich hab zwar geschlafen wie ein Stein, bin dafuer aber am naechsten Tag aufgewacht mit Augen dick wie Golfbaelle.

Nach dem Fruehstueck sind wir los. Wir entschieden uns, Maguk, einen weiteren Wasserfall, herauszulassen weil wir fuerchteten, nicht genug Zeit fuer die Hauptattraktionen, die JimJim Falls und Twin Falls zu haben. Um zu diesen Wasserfaellen zu kommen, braucht man einen 4WD. Der Kommentar der Campingplatzbeziterin auf meine Frage, ob beide Wasserfaelle fuer Besucher geoeffnet seien, war „Do you have a GOOD 4-Wheel-Drive?“ hat uns in unserem Spass-All-Wheel-Drive nicht gerade beruhigt. So bogen wir mit grossen Erwartungen vom Highway ab auf die Strasse zu den Wasserfaellen.

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Und wurden erstmal enttaeuscht. Denn die war zwar nicht befestigt aber auch nicht schlimm. Da war die Strasse zu unserem letzten Campingplatz schlimmer gewesen. Das sollte es sein? Neeee, sonst wuerden die doch nicht so einen Bohei darum machen. Jip, rischtisch.
Wir passierten den letzten Campingplatz und kauften noch Boottickets bei dem netten Opa, der die da verkaufte. Denn ohne die Boottickets kommt man nicht zu den Twin Falls. Und DANN ging es los. Die Strasse wurde zur One-lane-Strasse, das heisst, sobald man in der Ferne in anderes Auto erspaehte, konnte man nur hoffen, dass bald rechts oder links Ausweichbuchten kamen. Das Wort „Strasse“ ist fuer diesen Weg auch mal komplett unpassend. Denn das war eher ein bisschen breiterer Trampelpfad als irgendwas, was mit einer Strasse auch nur entfernt was zu tun hat. Saucool! Mit unserem dicken Van humpelten und huepften wir ueber alles, was uns in den Weg kam, durch Sand und riesige Pfuetzen. Andere Autos kamen uns schaukelnd entgegen und so war es ein grosser Spass.

Und bei jeder Pfuetze fragten wir uns: Is that the river crossing?
Denn wir wussten, dass man, wenn man zu den Twin Falls faehrt, durch einen Fluss muss. Aber das was wir die ganze Zeit durchfuhren, waren wirklich eher grosse Pfuetzen. Aber wir hatten ja keine Ahnung, was uns erwarten wuerde.
Dann sahen wir ihn. Und verstummten.

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Denn das war ein Fluss. Ein echter, riesiger, richtiger Fluss!! Hallo, wie sollten wir bitte dadurch?!?! Fuer eine kleine Entspannungs-, Planungspause stellten wir unser Auto erstmal auf den Parkplatz, neben ein paar andere Backpacker, die sich wohl auch erst noch ein bisschen Mut an-warten mussten. Was sollten wir machen? Wir wollten dahin und niemand hat uns gesagt, dass es mit unserem Auto nicht moeglich sei. Also haben wir den Car-Bra herausgeholt, eine grosse Lederschuerze, die vorne ums Auto befestigt wird, um zu verhindern, dass Wasser in den Motor kommt. Die beiden Maedels auf dem Ruecksitz oeffneten das Schiebedach, um von da oben alles live mitzukriegen, ich hing mit Maz' und meiner Kamera bewaffnet halb aus dem Fenster, ready to shoot.
Kleiner Panikstopp vor dem Wasser: Halt! Haben wir auch an alles gedacht? Aircon aus, Car-bra on , sonst noch was? Nee. Okay, los geht’s!
Mit grosser Party und Geqietsche von den Maedels oben sind wir dann tatsaechlich durch den Fluss gefahren. Und haben ueberlebt! Keine Krokos, die durchs Auto schwammen, keine Stroemung, die uns mitriss. Puh, was ein Abenteuer!

Am Parkplatz fuer die Twin Falls angekommen, brauchten wir erstmal ein Mittagessen. Doch ploetzlich konnten wir den Kofferraum nicht mehr oeffnen. Wir versuchten alles, aufschliessen, zuschliessen, behutsames Ziehen und etwas weniger behutsames Ruetteln. Nix. Das Problem: Wir haetten zwar recht viel auch uber die Ruecksitze herausholen koennen aber all unser Essen war in Boxen verstaut, die man nur bei geoeffneter Hintertuer herausziehen konnte! Ganz maedchenmaessig zog Josie dann los zu einer der Tourgruppen, um deren Guide um Hilfe anzuhauen. Der kam, wenn auch etwas unmotiviert, zu uns herueber, zog zweimal an der Tuer und schwupp, ging das Ding ging auf. Ehrlich, als wollte es uns verarschen! Wie peinlich. 3 Maedels, die es nicht gebacken bekommen und dann ein Typ, der mal kurz dran zieht. Aetzend!

Blamage ueberstanden und los ging's. Wir stiegen direkt in ein kleines Boot, das uns zu einer Anlegestelle weiter hinten in der Schlucht brachte. Der Bootsfuehrer erzaehlte und ein bisschen was, u.a. ueber die lieben kleinen Crocs. Mit dem Ball, den er in der Hand hat, testen die, ob Crocs in den Gewaessern sind oder nicht. Diesen Ball hatten sie vor ein paar Tagen rausgeholt...

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Aber gut, was bringt schon Angst.
Einige Minuten spaeter hielt das Boot an und wir stiegen aus und liefen den restlichen Weg. Ich weiss gar nicht, was ich noch sagen soll, ich weiss, ich wiederhole mich staendig aber es war echt suuuuperschoen. Die Schlucht und diese grossen Felswaende, riesighoch, dazwischen glasklares Wasser und abgerundete Felsen darin ueberall.

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Der Wasserfall an sich lag auch noch an einem Stueck weissem Strand, was die Filmkulisse mal wieder perfekt gemacht hat. Auch hier konnte ich nicht anders als herrumklettern, so hoch ich konnte. War aber sehr einfach, da der Felsen fast wie Treppenstufen war.

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Gleichzeitig mit uns war eine Tourgruppe da, doch waehrend die nach kurzer Zeit wieder vom Tourguide zusammengerufen wurde, weil sie gehen mussten, konnten wir laenger bleiben und hatten so den Strand bald fast fuer uns.
Doch irgendwann mussten wir uns losreissen, denn wir wollten ja noch zu den Jim Jim Falls. Die Fahrt zurueck war gar nicht mehr so schlimm und der Fluss auch gar nicht mehr so aufregend. Total Routine. ;)

Zu den Jim Jim Falls mussten wir dann einen ganz schoen langen Weg laufen und am Ende ueber riesige Felsbrocken klettern. Supercool, dass die das so lassen und einen einfach echt auffordern, darueber zu klettern, was teilweise schon eine Herausforderung war. Es war zwar nicht wirklich unglaublich schwer aber auch nicht einfach. Und trotzdem sind uns staendig auch 50-70+ Leute entgegen gekommen (ne, liebe Eltern? Keine Ausreden! ;))

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Jim Jim war dann eine voellig andere Atmosphaere, wir sind bis vorne hin geklettert, bis es nicht mehr weiterging. Der Pool war umringt von riesigen Felswaenden, 150m hoch, dunkel und im Halbkreis. Und unten das Wasser. Wieder unglaublich klar und – unglaublich kalt. Denn da die Waende so hoch sind, kommt da nie Sonne hin, die das Wasser aufwaermen konnte. Trotzdem sind wir natuerlich rein. Wenn auch nur fuer 5 Minuten.

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Leider waren die anderen Maedels, besonders Joanna, ein bisschen fussfaul, deswegen hat sie sich schon vorher ueber den Rueckweg beschwert. Zitat:“ Warum koennen die die Strasse nicht naeher zu den Wasserfaellen bauen?!“ Oh Gott, ich waer fast geplatzt. Ich hab mich zwar beherrscht aber ich glaube, man hat es mir trotzdem angemerkt: Weil dann eine Million Menschen hier waeren??!!Oh Mann. Ausserdem hallo? Es ist ja wohl voellig okay, sich sowas Schoenes ein bisschen zu verdienen und da hin zu laufen und zu klettern und es nicht fuer die faulen Saecke auf dem Servierteller preasentiert zu kriegen. Das ist doch Fernsehen.

Wir wussten noch nicht so richtig, wo wir campen wollten, denn fuer den naechsten Tag war viel Fahrerei geplant. Am Ende entschieden wir uns, ganz raus und wieder auf den Highway zu fahren. Der Campingplatz war schon ein bisschen auf dem Weg zu unserem ersten Ziel am naechsten Tag.. Wir haben wieder unser Lager aufgeschlagen und es ist echt interessant, wie schnell man Profi im schnellen Auf-und Abbauen von Zelten, Tischen und Stuehlen wird. Leider war Joanna wieder ein bisschen zu gut drauf, so dass sie bald wieder im Laberflash war. Teilweise auch noch echt nervig weil sie einfach dumme und falsche Thesen ueber „All Australians“ und die Aborigines aufstellte. Ich hab dann recht deutlich meine Meinung vertreten und die anderen beiden hatten eh nicht wirklich Ahnung von der ganzen Situation. Was auch irgndwie krass ist, wenn man nach Australien faehrt und nicht wirklich n Plan von der Geschichte hat.
Das ist uebrigens Josie und ihr Kommentar zum improvisierten Nudel-Wrap:

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Unter anderem wegen Joannas Laberflash sind wir recht frueh ins Bett. Leider hatten wir nicht die richtigen Heringe fuer diesen Boden und so bekamen wir sie nicht in die Erde. Aber gut, wenn wir drin liegen, wird’s wohl kaum wegfliegen. Doch ausgerechnet in dieser Nacht wurde es richtig windig. Was dazu fuehrte, dass wir mitten in der Nacht aufwachten und unser Zelt nur noch halb bedeckt war! Maz fing zum Glueck schnell genug die Plane ein und stopfte sie unters Zelt. Aber so richtig beruhigt konnten wir den Rest der Nacht trotzdem nicht mehr schlafen.

An unserem letzten Tag sind wir natuerlich wieder frueh aufgestanden und weil wir durch die Wahl des Campingplatzes etwas Zeit gespart haben, hatten wir etwas mehr Zeit und konnten deswegen zu Nourlangie fahren, was eine der beiden RockArt-Sites ist. Rockart sind Bilder, die die Aborigines dort vor Jahrzehnten, -hunderten und teilweise -tausenden dorthin gemalt haben. Unglaublich, dass die immer noch zu sehen sind. Total krass, wie detailliert die Malereien sind und was fuer Geschichten sie transportieren. Diese Gemaelde fungieren u.a. als Erziehungsmethode fuer Kinder, um denen Wissen ueber die Ahnen oder ueberlebenswichtige Dinge wie Wassserloecher, essbare Pflanzen oder Tiere, die in der Naehe sind, weiterzutragen.

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Da haben wir auch ein superseltenes Black Rockwallaby gesehen!

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Die andere bekannte Rockartstelle ist Ubirr. Dort laeuft man einen laengeren Weg und kommt an einer „Galerie“ vorbei, die mehr als 2000 Jahre alt ist. Es ist einfach nur verrueckt, sich vorzustellen, dass genau an dieser Stelle damals wirklich Aborgines sassn, die diese Dinge dorthin gemalt haben. Als ihre ganze Welt und ihr System noch existierte und funktionierte.

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Oben angekommen hatte man einen Wahnsinnsausblick im 360 Grad Winkel.

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Bevor wir nach Darwin zurueckkamen, stand fuer mich noch eine weitere Sache auf dem Plan, worueber ich sehr froh war: der Jumping Crocodile Cruise! Ich steh ja total auf die Viecher und konnte es kaum erwarten, sie aus der Naehe zu sehen.
Die anderen hatten sowas aehnliches entweder schon gemacht oder hatten einfach grad nicht so Bock. So haben die es sich dann in der Sonne auf dem Parkplatz gemuetlich gemacht, waehrend ich ins Boot stieg. Auf dem schlammigsten Fluss, den ich seit langem gesehen habe. Irgendwie nicht unbedingt beruhigend, so gar nix im Wasser zu sehen, wenn man weiss, dass der Fluss voller Salzwasserkrokodile ist – das sind die gefaehrlichen.
Kurz darauf stoppte das Boot und ich entdeckte ein Paar Augen, die aus dem Wasser ragten und sich langsam und fast unmerkbar auf das Boot zubewegten. Ich hatte einen der besten Plaetze unten im Boot bei offenem Fenster und so war das Vieh bald ca. 1 Meter von mir entfernt. Die Trainerin hielt ein grosses Stueck Fleisch an einer Schnur vom Boot herunter ueber das Krokodil und lockte es, indem sie es immer mal wieder in Wasser platschen liess. Denn das ist es, was die Crocs anzieht. Deshalb merken: Wenn man mal in so einen Fluss faellt, am besten nicht rumspritzen und rumplatschen, sondern moeglichst nicht bewegen. ;)

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Irgendwann war das Krokodil hungrig und neugierig genug, so dass es langsam die Schnauze aus dem Wasser Richtung Mittagessen hob. Dann kam der Kopf und dann das ganze Vieh langsam aus dem Wasser, senkrecht, das Maul immer Richtung Futter. Natuerlich hat es das nicht sofort gekriegt, was ein bisschen fies war. Aber nach 2-3 mal rauskommen wurde es dann belohnt.

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Das Ganze fand mehrmals statt mit verschiedenen Corcs, die teilweise 5-6 Meter lang waren. Einer hatte den Vorderteil der Schnauze abgebissen bekommen und sah dadurch direkt viel sympathischer aus!

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Fuer mich war es supercool, die mal so nah zu sehen, die sind einfach nur der Hammer.

Zurueck in Darwin haben wir das Auto zurueckgegeben und wie immer, wenn ich von solchen Roadtrips in eine Stadt komme, bin ich erstmal irgendwie ...verwirrt. Denn auf diesen Trips hat man immer einen Plan, man steht auf, Fruehstueck, alles einpacken und los. Sachen sehen, Sachen erleben, weiter. Abends auf einen Campingplatz, alles aufbauen, Dinner, Bett. Im Hostel in einer Stadt ist es wieder anders. Irgendwie so viel Zeit und nicht so viel zu tun.

Wir haben unsere Routine dann insofern weitergefuehrt, als dass wir uns abends im Vic zum Essen verabredet haben. Und mal wieder, keine Ahnung, wie das immer passiert, wurde es spaet. Seeeeehr spaet. Aber sehr lustig :)

Insgesamt ein sehr cooler Trip, wieder neue Leute kennengelernt und mit Maz auch jemand echt cooles getroffen. Kakadu ist einfach der Hammer, dadurch, dass er so gross ist, ist alles viel verteilter, man sieht nicht so viele Menschen und alles wirkt viel naturbelassener. Ganz anders als Litchfield, von daher ist mein Favorit klar.

So und nach diesem Trip ging die Planung wieder los: Wie komme ich weiter?? Also wieder Recherche...ganz schoen anstrengend, ganz ehrlich! Aber auch gut und nie langweilig ;)

Eingestellt von Myri Am 16:48 Kommentare (2)

Roadtripping – von Alice Springs nach Darwin im Campervan!

Teil 1

Hilfe, hier weiss ich grade wirklich nicht, wie und wo ich anfangen soll. Ich versuche, es nicht zu lang zu machen, ich weiss ja, dass ich zu Monstertexten tendiere und bei nem 7-Tage-Roadtrip wird das gemeingefaehrlich.
Ich hab ja am Ende des letzten Berichts schon kurz beschrieben, wie es dazu kam, dass wir so einen Van hatten und mit Matt gereist sind. Also alles geklaert.

Voller Vorfreude ging's am Montag morgen dann frueh los, mit dem Taxi raus aus der Stadt zur Britz-Filiale und da sahen wir auch schon unser Baby stehen. Noch schnell einen 10-minuetigen Film angeschaut, in dem uns das Auto erklaert wurde und dann ging's raus, nochmal alles gecheckt, eingestiegen und los! Karin als Fahrerin brauchte ein bisschen Eingewoehnungszeit (die fahren ja auch links hier ;)) , hat dann aber sehr schnell einen guten Job gemacht.
Nachdem wir dann nochmal einkaufen waren ging's dann aber auch endlich richtig los auf den Stuart Highway. Achja, vielleicht noch wichtig, um sich das richtig vorzustellen: das Auto war offiziell ein 2,5 Bett-Auto, was praktisch bedeutet 2 Erwachsene und ein Kind.

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Und bei Matt mit 1,95m und Karin mit ca. 1,75m war recht schnell klar, wer das Kind ist, Obwohl ich die mit Abstand aelteste war. So sass ich dann natuerlich in der Mitte auf den Vordersitzen, was aber gar kein richtiger Sitz war, sondern halt nur so ein Zwischending, was man runterklappen und als Armlehne benutzen kann. Nicht wirklich fuer stundenlanges Fahren geeignet. Aber das war am Anfang ja noch alles egal.

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Die andere Option, nach Darwin zu kommen und auf dem Weg Sachen anzugucken, war nur eine organisierte Tour. Karin und ich hatten aber beide irgendwie die Schnauze voll von diesen Touren, da man einfach nie selbst entscheiden kann, was man machen, wann man wo stoppen und wie lange man da bleiben will. Wir hatten deshalb auf der gesamten Reise sehr viel Spass damit, ueber die Tourbusse zu hetzen mit typischen Spruechen wie “okay guys, we're gonna stop here for about 15 minutes, so get out, walk that path to the lookout and be back in the bus by quarter past!” - Okay, ist vielleicht jetzt schwer nachzuvollziehen und sooo schlimm wie das waren meine Touren zum Glueck auch nicht aber der Ansatz dazu ist auf jeden Fall immer da.

Erster Stop: Devils Marbels. Ah, nein, nicht erster Stop, das war eher unser 5. Stop, denn auf dem Weg dahin haben wir so ziemlich ueberall angehalten, wo man stoppen konnte. Ich haette vorher ja wirklich nicht gedacht, dass es SO ein Unterschied ist, mit nem Auto zu reisen. Aber schon alleine die Moeglichkeit, anzuhalten, wo man will, ist einfach genial, so simpel das auch klingen mag. Denn so sieht man die verruecktesten Orte und wenn man in the middle of nowhere auf einer Restarea Mittagessen isst, ist das einfach super. Und ein grosses Gefuehl von Freiheit – ja, so einfach geht das ;).

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Jetzt aber: Devils Marbels. Grosse abgerundete Felsen, die teilweise sehr abenteuerlich aufeinander rumbalancieren. Wir kamen da am spaeten Nachmittag an und das Licht hat wie immer alles noch viel schoener aussehen lassen. Es war klar, dass wir da uebernachten wollten und direkt hinter den Devils Marbels war ein Campground. Im Grunde ein grosser Parkplatz mit 2 Plumpsklos und ein paar Tischen. Wir sind direkt losgestuermt und das Tolle war, dass man da ueberall zwischenrum langlaufen konnte. Nix mit abgezaeunt und aussen herum laufen, neenee, man kann da sogar ueberall draufklettern! Was Matt als alter Kletterer natuerlich direkt gemacht hat. Und ich auch ein bisschen. Die Marbels selbst waren echt cool aber noch besser fand ich die Atmosphaere auf dem Campground als es spaeter wurde.

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Achja, lustiger-aber mittlerweile nicht mehr ueberraschenderweise hat Matt genau auf diesem Platz 2 Schweizer wiedergetroffen, die er auf seinem Weg von Adelaide nach Alice Springs kennengelernt hatte. So kannten wir dann unsere Nachbarn schonmal, ist ja auch ganz nett. Jedenfalls wurde es dunkel und wir sassen gemuetlich in unserem kuscheligen Campervan und haben den Sonnenuntergang ueber den Devils Marbels angeschaut. Superschoen.

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Wir hatten das grosse Glueck, an einem Montag angekommen zu sein, denn immer Montags gibt es einen Lagerfeuertalk, organisiert von dem Ranger und einem Aboriginal guide. Es war der erste Talk fuer ihn und er uebernahm den Job seines Grossvaters, der gerade gestorben war. Wegen all dem konnte man sehen, dass er sehr nervoes war – vermutlich hat er auch nicht unbedingt die groesste Uebung darin, vor Leuten zu sprechen.
Die Atmosphaere war einfach nur genial. Ein grosser Kreis aus Leuten auf Campingstuehlen, wir arme Backpacker auf dem Boden im Dreck davor sitzend, sehr anheimelnd und in der Mitte das Feuer mit dem Guide, der da stand mit hochgezogenen Rautesocken, Billabong Boardshorts, einer duennen Gummijacke, in die er immer wieder seine Haende sinken liess und einem Schlapphut – ein lustiger Mix und dann er, der vor dem Feuer steht, Saetze anfaengt und grosse Pausen macht weil er nach den Worten sucht, dabei ins Feuer guckt und dann ploetzlich was ganz anderes und lustiges sagt und dabei von einem Ohr zum anderen grinst.

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Als er anfing mit “In the Dreamtime...” hab ich Gaensehaut gekriegt. Da war jemand, der wirklich mal etwas darueber weiss, was nicht von Weissen weitergetragen wurde. Durch seinen Grossvater hat er noch recht starke Verbindungen in diese Welt, die mich so fasziniert. Er erzaehlte uns, dass die Devils Marbels vom Devils Man gemacht wurden, der seine Haare ausgerupft und zu grossen Baellen gerollt hat – den Devils Marbels. Dann ging es noch viel um Pflanzen und Tiere in der Umgebung, was es gibt und was man essen kann und wie die Leute so gelebt haben.
Nach einer Stunde war es vorbei und ich konnte nicht anders als zu ihm gehen, ihm die Hand schuetteln und Danke zu sagen. Ich war nicht die einzige und ich glaube, das hat ihn irgendwie verwirrt, dass da Leute kommen und solche komischen Sachen machen.
Zurueck in unserem kleinen gemuetlichen Heim auf Raedern hat Matt dann fuer uns gekocht, waehrend Karin und ich gemutlich hinten drin sassen und n Weinchen getrunken haben - jaaa, so soll das sein! ;)

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Karin und ich haben uns noch ein paar mal darueber gefreut, nicht auf einer Tour zu sein und uns NICHT grade in Swags alles moegliche abzufrieren und dann war auch gut.

Vor lauter Freude ueber die Unabhaengigkeit im Campervan im Gegensatz zu ner Tour haben wir dann am naechsten Tag auch erstmal schoen ausgeschlafen. Nix mit „Guuuuys, wake up!!“ und so, ha. Das Betten machen jeden Morgen war weniger schlimm als erwartet und am Ende der Tour waren wir sowieso Profis darin und es ging ruckzuck. Wobei: Karin und ich waren Meister darin, Matt weniger, denn der hat sich recht erfolgreich gedrueckt. Schnell noch den Tisch aufgebaut und das Fruehstueck rausgeholt und dann bei offener Hintertuer mit Blick auf's Outback bei einer kleinen frischen Brise gefruehstueckt – so schoen!

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Dann ging's weiter. Naechster Stop: Tennant Creek: Juhu, endlich mal wieder Handyempfang, also schnell Mails checken. Die Stadt selbst war ne Erfahrung, generell sind diese etwas runtergekommenen Outbackstaedte sehr interessant. Aber ich bin doch jedesmal auch froh da nicht uebernachten zu muessen. Denn es ist recht rauh, sehr viele Aborigines und die meisten davon leider betrunken oder in keiner guten Verfassung.
Unsere Suche nach einem Transmitter fuer's Auto, um unsere Ipods einstoepseln zu koennen ist auch im „Electrical Store“ klaeglich gescheitert. Aber was hatte ich auch erwartet, schliesslich hatte der Laden so ziemlich alles andere, von Moebeln ueber Dekoartikel bis hin zu Aufklebern fuer Muelleimer – wie komme ich da auf die Idee, Elektronikartiel zu finden?!

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Diese Aufkleber fuer die Muelltonnen fand ich super – wuerde so einen direkt kaufen, wenn's die in Deutschland gaebe. Ein bisschen Spass und Farbe reinbringen ist doch immer gut, auch in den Muell. Oder erst recht da? Egal.
Ploetzlich hupte es laut neben uns und wir sahen einen kleinen roten Bus mit den 2 Schweizern aus dem Fenster winkend. Irgendwie lustig, wie die immer ueberall aufgetaucht sind.
Um unsere Camper-Unabhaengigkeeit noch mehr auszunutzen haben wir dann unsere Mittagsessenpause auch nicht in einem Ort oder auf ausgewiesenen Rest Areas verbracht, sondern einfach am Strassenrand im Nirgendwo. So macht man doch die besten Erfahrungen; wie z.B. Karin, die auf dem Weg in die Buschtoilette fast in ne Riesenspinne und deren Netz gelatscht ist.

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Einer unserer Stops war in Renner Springs. Das witzige ist, dass wenn man diese Namen auf der Karte sieht, immer Orte erwartet. Wenn man dann aber dahin kommt, sieht man, dass es eigentlich nur ne Tankstelle ist und vielleicht ein Roadhouse. Dieses hier war besonders interessant, denn innen war die Kneipe gepflastert mit Fotos, Souvenirs, Ausweisen, Geldscheinen, Muetzen und allem moeglichen Kram aus aller Welt. Der Besitzer fragte uns direkt, wo wir herkommen, um uns dann einzeln voellig fluessig und ohne auch nur 1 Sekunde zu suchen saemtliche Souvenirs aus unseren entsprechenden Heimatlaendern zu zeigen. Unglaublich, wie er aus Hunderten von Geldscheinen und Minischnipseln exakt alle aus Deutschland zeigen konnte! Und ich hab einen „1000-Reichsmark“-Schein gesehen. Lustig, dass ich's ans andere Ende der Welt mitten ins Outback reisen muss, um mal ueber so einen zu stolpern.

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Oder dieser UFO-Rastplatz:

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Wieder on the road am naechsten Morgen haben wir dann die Schweizer auf nem Parkplatz grade ausserhalb des Ortes gesehen – und diesmal war's natuerlich an uns, laut rumzuhupen, damit auch jedes Kaenguruh weiss, dass wir da sind.
Erster Stop war in Daly Waters, einem ziemlich beruehmten Pub, wo dementsprechend viel los war. Skurrile Staende wie dieser von dem Holzmann mit dem Haus auf dem Kopf standen drum herum und im Pub selbst sah es aehnlich aus wie in Renner Springs. Nur, dass hier noch viel mehr hing und auch Muetzen, Unterwaesche und alles andere, was man theoretisch an die Wand klatschen kann. Ein kuehles Bier fuer Matt und Karin und dann ein heisses Mittagessen im Auto. Ich konnte mich immer wieder darueber freuen, einfach anzuhalten und im Auto zu essen, dabei rauszugucken und alles zu beobachten. Besonders all die Sachen, die man auf den durchgeplanten Tourtrips nicht sieht. Simple Freuden fuer den simplen Geist vielleicht aber who cares.

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Naechster Stop: Mataranka. Hier soll es heisse Quellen geben – eine Oase mitten im Outback!
Der Touristenguide, den Sian mir in Port Douglas gegeben hat, geschrieben von einer Frau, die hier schon ewig lebt, hat mich zum Glueck vorher schon gewarnt, dass die Mataranka Quellen selbst gar nicht so toll sind weil eben sehr kommerziell. Mit einem Betonrand aussenrum und vielen Menschen. Und so was es auch. Ein riesiger Campingplatz und ueberall Leute in Badesachen und mit Handtuechern – eher Freibadfeeling als Naturwunder entdecken.
Ein kurzer Rundweg war dann auch genug, dann ging's weiter. Denn zum Glueck stand in besagtem Tourguide, dass die „Bitter Springs“ viel schoener seien. Und er hatte Recht. Auch hier gab es zwar eine Treppe ins Wasser aber das war's an kuenstlicher Bebauung. Viel weniger Leute und die „Oase“ war viel laenger, quasi ein kleiner Fluss, den man entlang schwimmen konnte. Die Farbe des Wassers war einfach unglaublich, dunkelblau, tuerkis und glasklar.

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Spontane Entscheidung: Wir bleiben hier! So haben wir da auf dem Parkplatz uebernachtet und das Geld fuer den Campingplatz gespart (wenn auch von dir empfohlen, Vatti ;)).
Die Jungs wollten dann abends unbedingt noch schwimmen gehen. Karin und mich hat's im Dunkeln im Wald irgendwie nicht so ins pechschwarze Wasser gezogen aber – boys will be boys - die Jungs sind natuerlich rein. Doch auch bei ihnen stellte sich relativ schnell wachsender Respekt fuer die schwarze Masse um sie herum ein. Es war sehr, sehr lustig zu sehen, wie die eben-noch-Grossmaeuler sich ploetzlich fast in die Hosen gemacht haben weil ein Blatt weiter hinten aussah wie ne Schlange oder ein Krokodil oder halt irgendwas gefaehrliches, was mit grosser Sicherheit einen grausamen Tod bringen wuerde. Und man glaubt es nicht aber ja, sie haben tatsaechlich Stoeckchen gezogen und der Verlierer musste hinschwimmen und es beruehren. Es war zum Schreien. Und ich dachte immer, dass nur Maedels sich gegenseitig so hochschaukeln koennen. Nachdem sie also nur knapp ueberlebt hatten und sich demenstprechend wie Helden fuehlten, haben wir uns noch gesellig in den Van gesetzt und dann ab ins Bett.

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Fuer den naechsten Tag war ziemlich viel Fahrerei angesagt und deshalb ging's wieder mal frueh raus. Natuerlich gabs auf dem Parkplatz keine Duschen, aber immerhin Toiletten – allerdings Plumpsklos. Nachdem mich der Geruch auf nuechternen Magen ziemlich ueberfordert und fast zum Kotzen gebracht hat, gab's passenderweise direkt danach lecker Fruehstueck und los ging's.
An diesem Tag hab ich zum 1.Mal eher anstrengende Konsequenzen vom Zusammenleben mit fremden Leuten auf engstem Raum erlebt, denn Matt brachte mich an den Rand des Wahnsinns. Okay, das ist uebertrieben. Aber er hat mich mit seiner grosskotzigen know-it-all-Einstellung echt genervt. Vor allem, weil es teilweise schlicht und einfach Mist war. Aber gut, so ist er halt.

Naechster Stop: Katherine Gorge. Ich hatte nicht wirklich eine Ahnung, was mich erwarten wuerde und wusste nur, dass Kanufahren da toll sein aber schwierig wird weil die Kanus in der Hochsaison oft schnell ausgebucht sind. Irgendwie haben wir es aber geschafft, zumindest fuer den naechsten Morgen Kanus zu buchen und haben spontan unsere Reiseplaene geaender. Sowas geht ja tollerweise, wenn man alleine und unabhaengig reist ;).
Dann sind wir den Weg zur Butterfly Gorge gelaufen. 3,5 Stunden. Und es hat sich gelohnt. Obwohl wir die meiste Zeit eigentlich gar nix von der Schlucht gesehen haben, war der Walk an sich selbst schon sehr schoen. Irgendwann gings dann immer weiter runter, um unten in die Gorge zu kommen (die 2. von 13, die es in der Katherine Gorge gibt). Es wurde dann auch recht schnell deutlich, warum sie Butterfly Gorge heisst, denn da waren wirklich ueberall Schmetterlinge. So viele hab ich noch nie auf einmal gesehen!
Am Wasser angekommen hat der normale Weg geendet und wir sind wir an der Felswand entlang geklettert. Ein bisschen Abenteuer ist ja immer gut und das in der schoensten Natur ist perfekt. Das ist ja wirklich etwas, was ich an Australien wirklich mag: Narmlich, dass die so etwas wie das Entlangklettern an der Felswand nicht verbieten. Die ueberlassen das eben einfach dir und deiner Verantwortung. .
Die Schlucht war atemberaubend, so gross, diese massiven Felswaende in nem Mix sandsteinfarbenen und rotem Stein und wir mittendrin. Weil nicht viele Leute hier die Wege laufen, waren wir auch noch alleine, was die Stimmung perfekt machte.

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Diese krasse und wunderschoene Stille wurde leider jaeh zerstoert, denn die Jungs kamen auf die tolle Idee, von der Felswand runter ins Wasser zu springen. Natuerlich ohne vorher runterzuklettern, um genau zu sehen, ob es auch tief genug ist oder ob da zufaellig irgendwelche Felsbrocken sind, die mal eben das Genick brechen koennen. Mark ist als erster gesprungen und nach einer kurzen Schocksekunde tauchte er auch wieder auf. Lebendig. Dementsprechend mussten Dani und Matt natuerlich nachziehen. Gott, so ein Jungsleben kann auch echt stressig sein.
Es war aber wirklich eine super Atmosphaere und dann schwamm unter uns auch noch einfach so ne Wasserschildkroete lang. Die wollte wohl mal checken, was fuer grosse, weisse, seltsame Wesen da ins Wasser knallen und ob man die vielleicht essen kann – hat sich aber dann doch wieder verdrueckt.
Schweren Herzens trennten wir uns irgendwann von dem Anblick aber nicht ohne dass ich nochmal schnell auf die andere Seite gerannt bin, von der man noch weiter in die Schlucht hineinschauen kann. Ich war echt begeistert und konnte das Kanufahren am naechsten Morgen kaum erwarten. Abends gabs dann nette Livemusik von Eric und Sarah, Eric am Keyboard und Sarah im Peggy Bundy Look am Mikrophon. Wie sich herausstellte, waren das die Manager des Campgrounds. Suess, da leben die hier einfach mal knallhart ihren Traum von Musikstars aus und so und keiner kann was sagen weil sind ja die Chefs.

Aber ganz nette Chefs, denn sie erlaubten uns, Stuehle aus der heiligen Poolarea heraus und vor unserem Campervan zu schleppen, wo der Abend weiterging. Achja, sehr australisch: Ploetzlich waren da waren Wallabys (kleine Kaenguruhs) auf dem Campingplatz und zwischen den Wagen und allem. Die waren schon fast zahm, was natuerlich nicht gut ist aber trotzdem war's cool, die Viecher ploetzlich zwischen uns zu haben.

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Naechster Morgen, strahlender Sonnenschein, blauer Himmel: Kanufahren! Und ich habe mal wieder etwas ueber mich gelernt: Ich bin kein Steuermann. Und auch keine Steuerfrau. Irgendwie ist es passiert, dass ich im Kanu hinten sass und ohne Scheiss, wir sind nur Zickzack gefahren. Ich war irgendwie nur am lenken und sobald wir versucht haben, gleichzeitig zu paddeln, ging es immer in eine Richtung aber leider nie geradeaus. Wir haben es spaeter einfach auf den Wind geschoben.
Es war superschoen und allein die Tatsache, sich mal anders fortzubewegen und was anderes zu machen als Autofahren oder Wandern, war schon toll.

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Die Kombination aus dem Walk am Tag davor und dem Kanufahren war genial und ich war sehr gluecklich darueber, dass wir beide Dinge gemacht haben und so viel mehr von der Gorge und allem darum herum gesehen haben als wenn wir nur eines gemacht haetten. Die riesigen Felswaende rechts und links wurden immer wieder unterbrochen und aufgelockert durch kleine Sandstraende am Ufer – alle jedoch mit Schildern versehen, die verboten, da anzuhalten und auszusteigen. Einer war zum Beispiel ein Platz, wo Krokodile bevorzugt ihre Jungen ausbrueten – in diesem Fall haben wir das Verbot auch recht gerne akzeptiert.

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Mit den Kanus kommt man nur bis zur ersten Gorge, dann muesste man aussteigen und das ganze Zeug ueber die Felsen tragen, um sie weiter hinten wieder ins Wasser zu bringen. Da wir aber nur einen halben Tag Zeit hatten, konnten wir das nicht machen. Ausgestiegen und bis auf die andere Seite gelaufen sind wir trotzdem. Ich weiss, ich wiederhole mich aber es war einfach nur sehr, sehr, sehr schoen. Absolut beeindruckend und gleichzeitig voellig ruhig und friedlich. Doch auch hier dauerte diese idyllische Ruhe nur kurz, denn natuerlich mussten die Jungs wieder irgendwo hochklettern. Das heisst, eigentlich nur Mark aber der arme Dani musste profilierungstechnisch natuerlich nachziehen. Der Fels war locker 1,5 mal so hoch wie der, von dem sie am Tag davor gesprungen waren und so entschlossen sie sich, oben angekommen, erstmal spontan zu ner kleinen Pause. Und hinsetzen. Hihi.
Gesprungen sind sie dann aber doch. Meine Guete, ich hab echt immer halb damit gerechnet, dass die nicht mehr auftauchen, schliesslich kann da ueberall ein kleines, gemeines Felschen rumstehen, das mal eben den Kopf oder sonstwas spaltet. Sorry fuer den Horrorfilmexkurs.

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Da wir noch einen langen Weg vor uns hatten fuer diesen Tag, hiess es auch hier irgendwann zurueckfahren.

In der Stadt Katherine haben wir dann kurz Zivilisation genossen, mit solchen Vorzuegen wie Internet, Handyempfang und Supermaerkten. Leider hat man auch hier wieder sehr viele Aborigines gesehen, die in keiner guten Verfassung waren. Es ist schon tragisch zu sehen, wie sie von dem bisschen Geld, das sie haben, im Bottleshop den Billigwein kaufen, den eigentlich nur Backpacker trinken und dann mit der Box unterm Arm davon gehen...

Die Nacht haben wir in Adelaide River verbracht, sehr spontan auf einem sehr suessen kleinen Campingplatz fuer nette 5 Dollar pro Person. Wir hatten genug Platz um uns herum und haben den auch schoen ausgenutzt, um unsere vom Campinginhaber geliehenen Stuehle aufzustellen und einen gemuetlichen Wein und Snacksabend einzuleiten.

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Auf unserem Weg Richtung Norden wurde es sehr schnell spuerbar waermer. Sehr zu unserer Freude, denn die Erinnerung an die 2 Grad in Alice Springs und die gefrorenen Swags am naechsten Morgen waren noch sehr lebendig.

Naechster Stop: Litchfield Nationalpark. Das ist einer von den beiden Parks, die man von Darwin aus machen kann. Litchfield ist der kleinere und leichter erreichbare, der netterweise auch noch auf unserem Weg lag, der andere ist Kakadu, so gross wie Israel und um den richtig entdecken zu koennen, braucht man einen 4WD, was wir nicht wirklich hatten.
Im Park faehrt man von einer Attraktion zur anderen, alles ist gut ausgeschildert und aus all diesen Gruenden leider recht voll mit Touristen. Zuerst hielten wir an den Termite Mounds, riesigen Gebilden von Termiten gebaut. Es gibt verschiedene Arten und eine davon ist relativ exakt in einem bestimmten Winkel zur Sonne ausgerichtet, um das Klima auf der Oberflaeche konstant zu halten. Wahnsinn, wie so kleine Viecher sowas hinkriegen.

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Bei den Florence Falls waren es dann fuer mein Empfinden definitiv zuviele Leute. Die Wasserfaelle an sich waren ja echt sehr schoen aber durch die Leute hatte es schon etwas von Freibadatmosphaere und darauf kam ich gar nicht klar. Ich meine, natuerlich muss man damit rechnen, hier ist grade Hochsaison und wir fahren nicht gerade im 4WD auf Strecken, die sonst niemand faehrt, sondern mit nem Bus in einen Park, eine Stunde von Darwin entfernt. Natuerlich ist es voll. Trotzdem hat's genervt.

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Buley Rockhole war auch sehr schoen aber leider auch zu voll.

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Gegen den Strom sind wir dann zu einem Sumpf gefahren. Der arme Sumpf ist offenbar der Outsider unter den Attraktionen – wer will schon einen Sumpf sehen? Wir sind trotzdem hin und endlich, endlich waren wir fast alleine da. Und der arme Sumpf war sogar echt ganz schoen!

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Eingestellt von Myri Am 22:45 Kommentare (2)

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